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Von Privatisierungen 01.06.2017 18:10 Uhr   #211
Heute (und die nächsten Tage) soll ja die "Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs" im Bundestag (durchgepeitscht)besprochen werden. Hinter dem sperrigen Namen finden wir gleich 13(!) Grundgesetzänderungen(!!). Der wohl bekannteste Punkt dabei ist die möglichkeit der Privatisierung von unseren, schönen Autobahnen. Aber auch andere Privatisierungen, z.B. im Schulwesen sind hier betroffen!
Mitbekommen habt habt ihr davon bisher vermutlich wenig. Es wird mehr über die neuesten Eskapaden von Trump berichetet, besonders in Hinsicht des Klimaabkommens und warumauchimmer ist es eine Topstory, wenn ein 95jähriger Mann stirbt; nur, weil er mal in Auschwitz Wachmann war. Aber wirklich wichtig entgegen den unglaublichen Änderungen hier in unserem Staat ist das eigentlich alles nichts!

Zeit also für mich, mal einfach meine "naive" Sicht zu Privatisierungen kundzugeben. Also jetzt nicht so im speziellen zu den aktuellen "Beispielen", sondern so im allgemeinen! Was so meine Gedanken dazu sind! Ich bin für Diskussionen offen!
Privatisierung bedeutet, so völlig vereinfacht, dass der Staat etwas besitzt und an eine private Person oder Firma o.ä. verkauft. Da gibt es jetzt mehrere Ebenen zu betrachten.
Zuerst einmal möchte ich mal diese "Dinge", die der Staat zu Verkaufen hat, in drei Kategorien einteilen:
1. Die Dinge, die für den Staat ein "Verlustgeschäft" sind. Also da ist irgendwas, dass wir/der Bürger/das Volk/... benötigt/nutzt/o.ä. aber keine Einnahmen hat, oder zu wenig, um sich selbst zu halten. Nur durch Steuern und Quersubventionierung wird das Ganze "am Leben" gehalten.
2. Die Dinge, die solala laufen und sich selbst halten. Da wird also was verdient und man kann die Kosten decken. Aber große Sprünge kann man auch nicht machen.
3. Die Dinge, die Gewinn abwerfen. Der Gewinn kann dann für Quersubventionierungen etc. genutzt werden und läuft einfach gut.

So; für Privatisierung könnte man ja meinen, dass nur Kategorien 2 und 3 betrachtet werden müssten. Bei 2 könnte ein privater Investor auf eine Optimierung der Abläufe hoffen, um vernünftig in Gewinnzonen zu kommen; bei 3 am besten zurücklehnen und beim Geldscheffeln zuschauen (oder auch hier noch optimieren, um NOCH mehr zu verdienen!). 1 dagegen... der Staat möchte das vielleicht tatsächlich loswerden, aber wer will schon in Verluste investieren?
Nun, ganz so einfach ist es nicht. Gerade das Anfangsbeispiel - das ich gar nicht genauer Beleuchten wollte - mit den Autobahnen wäre sowas! Der Staat steckt ordentlich in Instandhaltung etc. der Autobahnen rein, aber verdienen ist nicht. Gut, LKW-Maut gibt es ja bereits und man könnte die KFZ-Steuer mit reinrechnen. Aber im Prinzip verdient der Staat nichts. Trotzdem würden gerne Private hier investieren, um eben durch Maut ansehnliche Gewinne zu erwirtschaften! Ganz so einfach ist also das "Ausklammern" von Kategorie 1 nicht.
Im Prinzip müssten wir dagegen mMn nicht über die letzte Kategorie reden. Denn einen stetigen, positiven Geldfluss zu verkaufen macht für mich absolut keinen Sinn! ... Ja, es wurde aber schon getant. Und alle entsprechenden, verantwortlichen Politker gehört eigentlich eine auf den Schädel gegeben dafür! Denn es macht keinen Sinn! Das rechnet sich nicht! Man bekommt vielleicht einen, einmaligenm großen Geldschub. Aber in wie vielen Jahren hätte man das verdient gehabt? Alles unter so 30+ Jahren halte ich für Schwachfug! Und ja, ich erwarte das ein Staat so weit in die Zukunft für sein Land schaut, wenn man Dinge privatisieren will! Denn Privatisiertes wieder zurück zu kaufen ist verdammt teuer! z.B. das Beispiel der Wasserversorgung von Berlin. Hier im Artikel wird ein Profit vom Jahr 2010 mit 270 Millionen beziffert! Verkauft wurde das Ganze für lächerliche 1,7 Milliarden. Das wären bei ähnlichen Profiten in den anderen Jahren nach 5 Jahren eingenommen gewesen! Oder man hätte die Wasserpreise auch tiefer haben können und vielleicht noch 135 Millionen Verdienen können; dann hätte man es in 10 gehabt! Das sind keine Zeiten! Nun hat die Stadt nur einen geringen Teil der Einnahmen bekommen, die vermutlich mit dem Rückkauf komplett wieder verloren sind! Und das war nur eine "Teilprivatisierung"!
Aber gut, ich rede hier ja davon, als ob Leute/der Staat eine Wahl haben! Was ja der Knackpunkt ist! Privatisierungen sind ja nur in den seltesten Fällen etwas, was man so nach "Lust und Laune" macht. Man muss nur nach Griechenland schauen. Als ob da die Regierung all das wirklich veräußern wollte. Sie müssen! Und wenn Leute/Staaten gezwungen sind, etwas zu verkaufen kann natürlich kein vernünftiger Preis ausgehandelt werden! Dann werden alle Investoren schauen, dass sie möglichst wenig bezahlen. So nach dem Motto: "Ihr werdet schon angekrochen kommen!" Gleiches System, wie "im Kleinen" bei unseren Hartz IV Gesetzen, wo die Arbeitslosen gezwungen werden, eine Arbeit anzunehmen, wo man 10 Euro mehr bekommt, als Arbeitslosengeld, aber dafür 40 Stunden schuften muss ... das wissen die Arbeitgeber auch! So brauchen die keine vernünftigen Gehälter und Löhne zu zahlen; wissen ja, da kommen irgendwelche Arbeitslosen für wenig Geld!
Aber ich schweife ab. Letztlich möchte ich sagen, dass ich schwer dafür wäre, wenn Privatisierungen nur aus einer "Stärkeposition" hinaus geschlossen werden könnten. So als Vergleich, wenn ich jetzt irgendwas verkaufen möchte. Dann informiere ich mich, was das so auf dem Markt wert ist und wie viel mir selbst das wert ist. Also wenn ich irgendwas dringend loswerden möchte, gehe ich vielleicht unter den Durchschnitt, dass es jemand kauft. Aber ist Orientierung. ABER: Wenn ich niemanden finde, der es für meinen Preis nimmt, dann sage ich mir "püh, dann halt nicht..." und lass es in meinem Besitz. Ich "bibbere" nicht "BitteBittekauftes!" herum und gehe weiter mit dem Preis runter! NEIN, not gonna happen! Hab es ja nicht nötig. Und nur wenn ein Staat DAS sagen kann, darf es Privatisierung geben! Denn dann gibt es nämlich kein Race To The Bottom für irgendwelches Geld, was man bekommt.

Aber das Ganze gerade mal nur so als Einschub. Wir wollen noch weiter Brainstormen!
Und zwar wollen wir uns mal das Ganze "danach" anschauen. Also etwas ist Privatisiert. Was sind denn die Hoffnungen der Beteiligten? Und hier müssen wir neben Staat und Investor auch noch uns als Bürger; und hier vielleicht noch augeteilt in "Mitarbeiter" und "Betroffenen" trennen! Haben also mehr Parteien (pun intended) die wir hier betrachten müssen!
Also zuerst der Staat. Hoffentlich hat dieser gut Geld rausgehandelt! Also einen guten "Deal" gemacht und der Verdienst kann in vernünftige, andere, öffentliche Projekte gesteckt werden. Schulen renovieren etc. (außer diese werden auch Privatisiert...).
Dann der private Investor. Dieser möchte natürlich, dass das ausgegebene Geld schnell wieder drin ist! Also schnell Dinge ändern etc. um das "Ding" in die gute Gewinnzone bekommen!
Weiter eben der Bürger. Hier als erstes mal die Mitarbeiter (sofern vorhanden; wenn der Staat ein eigenes Gebäude verkauft ist das im Prinzip auch Privatisierung, aber Mitarbeiter gibt es dann ja nicht). Diese hoffen natürlich, dass sich nicht viel für sie ändert. Weiterhin gutes Gehalt bekommen, nicht rausgeschmissen werden, etc.
Zuletzt die Betroffenen; also Personen, die vom aufgekauften "Ding" abhängig oder irgendwie verbunden sind. Auch diese wollen, dass sich nichts ändert. Möglicherweise war es unter Staatlichem Besitz so Scheisse, dass es vielleicht tatsächlich gut wäre, wenn sich etwas ändert, aber Prinzipiell eher nicht. Preise sollen so bleiben wie sie sind und Qualität beibehalten werden.

Was mich weiterführt. Denn das Beschriebene waren ja jetzt "nur" die Hoffnungen. Wie sieht es denn in der Realität aus? Nagut, dass ist jetzt - ähnlich der Hoffnungen - eher Theorie und "Hörensagen" aus Erfahrungswerte und die "Übertriebenheit". Möglicherweise auch sehr verschieden, je nachdem, was Privatisiert wurde:
Der Staat hat sich vermutlich gut über den Tisch ziehen lassen bzw. war das Ganze eh nur als "schlupfloch" gedacht gewesen, um Ausgaben zu reduzieren. Sieht dann immer Gut aus, wenn man zeigt, dass man irgendwelche Budgets eingehalten hat und man 4 Jahre später wiedergewählt werden möchte. Werden aber gerne von Kritikern angemeckert. Muss man wohl mit leben. Ist ja Immun.
Der Investor trimmt das Ganze auf Gewinn und fährt ordentlich Geld ein für sich! Damit das funktioniert wird auch an Ausgaben gespart und nur das nötigste Investiert!
Mitarbeiter stöhnen unter neuen, härteren Arbeitsbedingungen. Es gab etliche Entlassungen und der Rest hat mehr Arbeit. Mehr Geld? Pustekuchen!
Bürger, die auf das Ganze angewiesen sind, haben Möglicherweise ganz zu Beginn der Privatisierung kurzen, positiven Ausgabeneinbruch, aber dann steigen die Preise und die Qualität verschlechtert sich!
Insgesamt also ein Gewinner (Investor), vielleicht einen halben Gewinner (Staat) und zwei Verlierer (Bürger/Mitarbeiter). Insgesamt also so für mich als Bürger ein ziemliches Verlustgeschäft im Gesamten!

Wie gesagt kann man hier jetzt vielleicht einiges über den Kamm scheren und vielleicht gibt es auch mehr positive Effekte und man hört nur von den Negativen Geschehnissen. Gerade im Wasserversorgungsbereich gibt es da einige Horrormeldungen! Die Positiven gibt es wohl auch, aber ist es diese "Gratwanderung" wert?
Letztlich möchte ich das nicht beantworten. Privatisierungen können es wohl mal wert sein. Aber ich würde da einige "spezielle Funktionen" einbauen wollen, wenn es zu Privatisierungen kommen sollen muss!

1. Erwähnte Privatisierung aus Stärkeposition anstreben. Entsprechend kein Verkaufpreis als "Race to the Bottom". Der Preis sollte nicht nur einbeziehen, was es ist, sondern sich erhöhen, wenn sehr viele Bürger davon betroffen sind. z.B. bei diesen Wasserversorgern nicht "nur" die Rohre, Gebäude, etc.pp sondern auch: Wie viele Bürger sind hier davon abhängig? Je mehr Bürger es betrifft, desto höher der Preis!
2. Transparenz. Soll heißen: Es gibt keine Geheimverträge! Ist die "Öffentliche Hand" involviert dürfen Verträge nicht einer Geheimhaltungsvereinbarung unterliegen! Punkt! Wenn ein Investor das nicht will, ist dieser halt raus! Öffentliche Aufträge und Eigentum ist gefragt, es wird sich schon wer breitschlagen, dass zu erlauben!
3. Keine Gewinnvereinbarung! Hört man recht oft bei Privatisierungen, dass Gewinne garantiert werden und entsprechend der Staat möglicherweise selbst nach der Privatisierung Geld nachschiessen muss. Warum es soetwas überhaupt gibt, kann mir niemand erklären! Das ist doch eigentlich die Idee eines privaten Unternehmens, dass die schauen müssen, dass sie über die Runden kommen mit dem was sie machen! Und nicht ohne jede Anstrengung ihren Gewinn einheimsen! Völliger Blödsinn!

Mit diesen drei Punkten hätte ich erstmal so direkt gar nichts gegen Privatisierungen! Also lieber Staat! Es ist an euch, das umzusetzen!

Und an alle Leser: Schaut die Nachrichten und mal gucken, wer so alles über die aktuelle Privatisierungen berichtet und ob die Kritiker wirklich Zeit bekommen, ihre Bedenken anzumelden! ... oder einfach im Nebensatz erwähnt werden!

Artikel Zusammenfassungen 28.03.2017 13:31 Uhr   #210
Ich habe ja hier eine Unterseite für - meiner Meinung nach - interessante Artikel. Man sieht die letzten 3 auch immer oben Rechts.

Nun bin ich in letzter Zeit über etliche interessante PDFs gestolpert! Und im Prinzip könnte ich die genauso verlinken - hab ja auch schon Youtubevideos verlinkt - aber ein Nachteil hat das: Auch wenn viele sagen "Das Internet vergisst nichts", Webseiten können geschlossen werden, Artikel verschwinden etc. Doch meistens kann man in solchen Fällen noch eine Wayback-Machine (z.B diese) nutzen und kommt an verschwundene Artikel ran. Bei PDFs sieht das allerdings nicht so aus! Wenn weg, dann weg!
Deshalb habe ich hier mal eine Runde von PDFs gesammelt, mir heruntergeladen und biete sie hier auf meiner Homepage als Spiegelung an. So sind sie zumindest doppelt gesichert.
Zudem gibt mir das die Chance in Form eines Newseintrags etwas mehr als nur Stichworte zu den PDFs zu verfassen. Was ich also nun tue! Unter mehr findet ihr die Links und Beschreibungen. Etwas Achtung muss ich geben, denn so einige dieser Texte sind LANG! Habe natürlich auch schon viele lange Texte verlinkt, aber hier ist manchmal echt etwas Zeit von Nöten. Die größte Datei hat 39 Seiten! Also nichts für 5min zwischendurch! Trotzdem viel Spaß!

NESmania kommt zu einem Ende! 10.03.2017 08:31 Uhr   #209
Ich habe hier ja schon desöfteren über Speedgaming berichtet. Heute wollte ich mal "kurz" (wie man mich halt so kennt :P) über einen ganz besonderen Speedrun berichten, der vor einigen Tagen passiert ist.

Und zwar hat der - in Speedrunnerzirkeln - bekannte Spieler TheMexicanRunner (oder auch mit seinem Kürzel TMR bekannt) einen neuen Rekord geschafft! Nach 3435 Stunden, 12 Minuten und 24 Sekunden hat er den Speedrun von NESMania beendet!

Ihr reibt euch vielleicht ungläubig die Augen über diese Stundenanzahl und was überhaupt "NESMania" ist. Denn ich habe ein wenig "getrickst", ich rede von "einem" Speedrun, aber es waren eigentlich 714!
TMR hat nämlich in seinem Projekt NESMania sämtliche 714(!) Spiele, die offiziell (also keine Bootlegs, Illegales, Unlizensiert, ...) für die Nintendo Entertainment System/Famicom Konsole veröffentlichten Spiele durchgespielt! Die Reihenfolge hat er von seinen Zuschauern vorgeben lassen (außer das letzte Spiel, Super Mario Bros. 3) und erst im laufe seines "Runs" hat er überhaupt angefangen mehr als nur die Handbücher zu den Spielen zu lesen und eher "Trial & Error" die Spiele durchzuspielen. Dabei hat er fast nur die Originale benutzt und nur in Ausnahmefällen einen Emulator, falls er nicht an das Original heran kam. Er hat übrigens wohl eine der "völlständigsten" NES-Spielesammlungen überhaupt auf der Welt (hier kann man seine Sammlung und die paar fehlenden Spiele (10k$ für ein Spiel? Ehrlich???) einsehen). Dazu gehören auch etliche "Extras", die manche Spiele hatten. Wie Pistolen/Zapper, "Spielmatten", etc.

Insgesamt: Wer ein wenig Zeit mitbringt sollte auf jeden Fall das große Finale (mit vielen "Überraschungen" danach) anschauen!
Etliche Nicht-Spieler werden sich natürlich fragen, was der ganze Blödsinn soll, aber mir egal! Ich finde es eine absolut beeindruckende Leistung! Und TMR ist halt auch einfach ne Megasympathische Person! :)
Lest euch also die Links durch, schaut seine Videos und Stream und werdet (verzögerte) Zeugen eines legendären Geschehens!

Erkenntnisse, Vorschläge, Aufrufe! 22.02.2017 08:17 Uhr   #208
Ich habe ja das Kickstarterprojekt für den Film The Red Pill unterstützt. Der Film ist ja bald zu haben (ich habe ihn natürlich voraus sehen können) und da wollte ich mal was darüber reden.

Wobei es mir nicht um den Film ansich geht, sondern um das "große Ganze". Denn der Film ist in zwei "Teile" geteilt. Der eine sind die Interviews, die die Haupt"darstellerin" (und Produzentin des Films) Cassie Jaye mit Männerrechtlern und FeministInnen führt. Der andere Teil sind die "Videotagebücher" und ihre "Selbstrefelektion" über das, was sie in diesen Interviews erfährt und wie sie damit umgeht. Wenn euch interessiert, was da passiert, dann kauft euch den Film (oder besucht mich mal, dann zeig ich ihn euch vielleicht :P). Will da gar nicht genauer auf Inhalte eingehen. Sondern wie gesagt um etwas, was ich eigentlich gerade beschrieben habe. Denn Cassie Jaye hat hier etwas gemacht, dass in Zeiten des Trumps immer wieder erwähnt wird (u.a. Jonothan Pie in seinem viral gegangenem "Rant"), aber ignoriert wird!

Die Interviews sind natürlich geschnitten und man bekommt nur hin und wieder mit, dass Cassie eine Frage stellt. Aber ansonsten sitzt sie da und hört einfach mal zu! Und das ist der vielleicht für manche verwirrende Punkt, den ich hier hervorheben möchte! Aber er ist wichtig! Denn genau das ist, weshalb Cassie am Ende des Films zu ihrer inzwischen viel zitierten (deshalb nur halber Spoiler hier) Aussage bringt, dass sie sich nicht mehr als Feministin sieht!
Sie hat der "anderen Seite" zugehört und festgestellt: Die haben mit dem, was sie sagen, recht! Da gibt es Unstimmigkeiten mit meinem aktuellen Weltbild und wie ich mir das vorgestellt habe! Ob jetzt 100% oder "nur" teilweise ist hier egal. Wenn richtige Dinge gesagt werden, muss man das ernst nehmen. Leider werden ja gerne Männerrechtler einfach so in die Rechtsradikale Ecke gestellt und alles, was sie sagen ignoriert. Doch hier hat mal jemand - möglicherweise mit Luftanhalten und Selbstbeherrschung - es gewagt das genauer zu untersuchen und musste die "alte" Erkenntnis finden, das möglicherweise ein "Blindes Huhn auch mal ein Korn findet"! Und man sich selber das eingestehen muss!

Bei fefe läuft genau das gerne mal unter "Medienkompetenzübung". Sich bewusst den Meinungen und Argumenten mit dem Gegner auseinandersetzen. Deshalb erwähnt er auch immer wieder, dass es ihm egal ist, "wen" er so verlinkt, denn nur weil dann Leute kommen und behaupten, dass diese "Quelle" nur Blödsinn verteilen ... kann ja doch sein, dass mit dem, was sie beschreiben Recht haben! Gerade dann sollte man sich das genauer ansehen! Denn die "andere Seite" kann auch mal richtig liegen.
Ich erwähne da immer alte Geschichten, von denen ich irgendwo gelesen habe: Die NPD war ja früher in ein paar Ostdeutschen Landesparlamenten. Und das geht ja natürlich nun so gar nicht, weshalb sämtliche anderen Parteien diese ausgegrenzt (oh die Ironie) haben. Egal was die so in die Debatte eingebracht haben, es wurde abgeschmettert. Doch, wie schon erwähnt, hat Kassandra halt doch hin und wieder die Wahrheit erzählt und so kam es, dass die NPD doch hin und wieder einen vernünftigen Antrag eingebracht hat. Doch da er von der NPD kam, wurde er abgelehnt ... und 2 Wochen später von (z.B.) der SPD mit einer etwas anderen Formulierung neu eingebracht. Plötzlich fanden den die Parteien gut und wurde zugestimmt (die NPD hat sich da meistens dann enthalten). Was soll der Blödsinn?
Ja, "jemand" kann mit seinen Taten und Aussagen sich übel ins Abseits bewegen. Doch, wie man durch Fußball weiß, kann man die Abseitsstellung auch wieder verlassen. Und dann muss man das halt hinnehmen, dass der Schiedsrichter nicht die Fahne hebt, sondern ein Tor fällt. Da darf gerne ganz genau hingeschaut und ein Videobeweis gefordert werden, aber wenn es kein Abseits war, dann war es kein Abseits. Da kann man noch so sehr gegen die andere Mannschaft sein. Natürlich kann es passieren, dass die Leute danach wieder "glorreich" zurück ins Abseits laufen, aber das hat nichts mit der aktuellen Situation zu tun.

In ähnlicher Richtung zielt ja auch aktuell diese Debatte um "Fake-News". Da draußen gibt es bestimmt sehr viel Blödsinn. Aber nur wenn etwa Beispielhaft bei Breitbart steht, heißt nicht, dass das auch falsch ist! Auch diese können richtige, wahre Nachrichten bringen! Ob das einem gefällt, nicht einfach alles als "FAKE" tituilieren zu können, ist was anderes!
Was mich jetzt in die USA und zum erwähnten Trump führt. Denn der "Schock", dass er gewählt wurde, beruht ja gerade darauf: Er hat zumindest behauptet, den "kleinen", armen Bürgern in der USA zugehört und verstanden zu haben, was sie wollen. Und entsprechend haben ihn sehr viele aus der "Unterschicht" gewählt; denen war egal, ob mit Hillary mehr Frauen bei Silicon Valley Firmen anfangen, weil die lieber schauen, dass Essen für die Familie auf den Tisch kommt und Angst haben, das ihr Job nach Inden geoutsourced wird! Das sind völlig andere Thematiken, die diese Personen als Probleme haben. Das heißt nicht, dass andere Leute keine Probleme haben. Aber wenn man Leuten sagt, dass ihre Probleme irrelevant sind ... wieso sollten diese dann für einen stimmen? (oder in diesem Falle: Schön, dass sich Hillary für Minderheiten einsetzt... aber wie soll man eine Wahl gewinnen, in der es um MEHRheiten geht, indem man nur MINDERheiten hinter sich versammelt?)

So ist es auch (in meinem üblichen hin und her gespringe) zwischen Feminismus und Männerrechtlern. JA, Frauen haben Probleme! Aber Männer auch! Das sind völlig andere Probleme, aber die sind ernst und echt und gehören angegangen! Und nicht mit "mimimi" verachtet oder "ja, wenn wir in 6 Jahren mal 5min Zeit haben schauen wir danach" abgetan werden! Das funktioniert nicht!

Ich bin ja Programmierer. Und wohl jeder Programmierer (der halbwegs was taugt) wird wohl zugeben, dass eigentlich alle Probleme, die er/sie in der Programmierung lösen muss, auf sehr vielen Wegen angegangen werden können. Da überlegt man fleißig, wie man etwas machen will und muss sich dann entscheiden. Im Standardfalle bringt das auch die Lösung. Doch recht oft kommt dann im laufe der Entwicklung irgendwas auf, was man nicht beachtet hat und stellt fest "Oh mist, hätte ich das so und so gemacht, könnte ich das jetzt einfacher lösen ... jetzt muss ich das irgendwie mit rein frickeln ... (weil von vorne anfangen hat man keine Zeit)".
Ich spreche auch oft mit Kollegen Problemlösungen durch, um eine andere Perspektive zu erhalten. Da wird dann doch hin und wieder das tolle Konstrukt, dass man im Kopf hatte, zusammengeworfen und durch ein neues ersetzt.

Und genau dazu möchte ich allgemein in den Zeiten von verrückten Feministen, Trumps, Fake-News, ... aufrufen:

Geht aus euch und eurer Filterbubble raus! Sprecht mit anderen Leuten! Hört diesen zu und steckt nicht eure Finger in die Ohren, wenn diese etwas sagen! Schaut über den Tellerrand! Prüft die Aussagen der anderen Seite! Kann hier irgendwas mein Weltbild umstülpen? Und wenn ja: Muss das etwas schlechtes sein?

Und vielleicht können wir damit alle einfach etwas bessere Menschen sein oder werden!

Lemmy Kilmister Memorial Konzert im Jukuz 10.01.2017 21:28 Uhr   #207
Nach längerer Zeit war ich endlich mal wieder auf nem Konzert! Und zwar wurde hier in Aschaffenburg ein Lemmy Kilmister Erinnerungskonzert. Entsprechend waren auch zwei Motörhead Coverbands zugegen. Zudem mit Rocky Lewis auch die Band vom Besitzer der lokalen, weitbekannten Whiskybar. ... Und irgendwie plötzlich - stand nicht auf dem Eintrittsticket - eine Band Namens "Confederate Irish Brigade".
Und natürlich habe ich mal wieder Bilder gemacht. Wollte aber auch mal wieder bisle Text verfassen und haue noch einen Bericht raus! Viel Spaß damit unter weiter.

Was bisher passiert ist... 06.12.2016 18:32 Uhr   #206
... schreibe ich jetzt nicht.
So viel, wo man sinnfrei Worte verlieren könnte. Daher lassen wir das einfach und machen mal was anderes, sehr Kurzes! Ein Aufruf, so zur Weihnachtszeit, hauptsächlich an die Verwandschaft:

SCHENKT MIR BÜCHER!!!
ICH HAB NIX MEHR ZU LESEN!!!


Und nein, ich bin nicht süchtig... *kribbel*

Nicht wirkliche Aufschreie 26.10.2016 18:03 Uhr   #205
Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben. Also wird es mal wieder Zeit! Und da meine Mutter sich da immer freut, schreibe ich doch mal wieder was über Feminismus!
Wobei, nicht direkt Feminismus, sondern so dran angelehnt oder so... werdet ihr schon rausfinden

Auf jeden Fall geht gerade durch den Onlineblätterwald und vor allem der Schweiz der sogenannte "Schweizer Aufschrei". Soll natürlich Anspielung sein auf den alten (Anfang 2013) "Aufschrei" bei uns. Mit ein zentraler Artikel dazu kam im Schweizer Tagesanzeiger mit dem "super" Titel "Hört auf zu flennen, ihr Mennen!". Außeinander genommen wurde dieser Beitrag schon recht ausführlich z.B. hier. Einen Paragraphen im Artikel, der aber dort nicht angesprochen wird, wollte ich mir aber mal herausgreifen. Und zwar beschreibt die Autorin da einen "Selbstversuch" und ich zitiere hier mal kurz den Absatz:

Um zu prüfen, wie Schweizer Frauen von Sexismus betroffen sind, schlage ich folgendes Experiment vor. Sammeln Sie eine beliebige Menge von Personen um sich, zum Beispiel alle, die in Ihrem Büro oder Ihrem Bürogebäude arbeiten. Trennen Sie sie nach Geschlechtern. Fragen sie die Männer, wer schon einmal in sexueller Absicht begrabscht und beschimpft wurde, und zwar so, dass er Angst hatte. Wer schon mal auf dem Nachhauseweg von einem schmierigen Typen verfolgt, ungefragt mit Penisbildern beglückt wurde oder beim Masturbieren zuschauen musste. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Mann, der die Hand heben würde. Bei den Frauen wird es jede sein. Jede hat viele solche Geschichten, jede kennt eine, die einen sexuellen Übergriff erlebt hat. JEDE.

Also ich könnte jetzt anfangen und Teile dieser "Beispiele" ausseinandernehmen.
Wie z.B. die Frage, was denn "in sexueller Absicht beschimpft" werden ist? "Du dumme Hure!" oder wovon reden wir? Könnten sich kurz die Männer melden, die schonmal als "scheiss Schwuchtel" beschimpft wurden? Oder ist das Hashtag "killallmen" auf Twitter sexualisiert oder einfach nur schlimm?
Oder Ich könnte mich fragen, auf was für Plattformen sich die Dame herumtreibt, wenn sie andauernd Penisbilder bekommt? Denn war nicht einer der Punkte in der aktuellen "No Hate Speech" Kampagne, dass z.B. Facebook irgendwelche Einträge mit "Menschenverachtenden Ansichten" nicht (oder nur sehr langsam) löscht, aber Bilder, wo man den Nippel einer Frau sieht, sofort entfernt werden? Und auf solchen Plattformen sollen so einfach Penisbilder durchkommen und man könne sich nicht dagegen wehren?
Aber wir ignorieren das alles mal. Denn wir sind mal Objektiv und alles, was sie hier beschreibt sind schon ganz ernste Sachen! ... was eigentlich gerade der Punkt ist! Meistens sind die größten Aufreger, die so geshitstormed werden absolute Nichtigkeiten!
Wie war das? Man landet eine Sonde auf einem Kometen 500 Millionen km weg auf von der Erde ... und trotzdem wird nur über das "falsche Hemd" eines Wissenschaftlers geredet!? Das Hemd wurde ihm ürigends von einer FreundIN(!) geschenkt! Die war auch "not amused" darüber, dass es so einen Aufstand gab.
Oder die Geschichte vom Nobelpreisträger(!) Tim Hunt, der auf einem Abendessen einen möglicherweise unpassenden Scherz gemacht hat und nicht mal weitere Nobelpreisträger können es verhindern, dass ihm der Rückzug aus dem Professorendasein nahegelegt wird. Na, hat er immerhin jetzt mehr zeit für seine Frau, die auch Wissenschaftlerin ist...
Oder gehen wir doch zum Anfang. Der "Grund" für diesen "Schweizer Aufschrei" war eine Aussage einer PolitikerIN(!), die ging so:

Naive Frauen, die fremde Männer nach dem Ausgang mit nach Hause nehmen und dann ein bisschen mitmachen, aber plötzlich dennoch nicht wollen, tragen ja auch ein wenig eine Mitschuld. Da sind die bedingten Strafen vielleicht gerechtfertigt.

Und der "Ursprungsaufschrei" war ja bekanntlich der Kommentar von Rainer Brüderle zu einer Jornalistin und irgendwie zum Oktoberfest:

Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.

Ernsthaft? ERNSTHAFT? SOWAS wird mit gleichgestellt mit Männern, die vor Frauen ihr bestes Stück auspacken und anfangen sich selbst zu befriedigen!? Das ist lächerlich!
Selbst diese zwei Aussagen nebeneinander gestellt muss man wohl sagen, dass die Schweizer Variante etwas "heftiger" ist. Obwohl das "Original" viel mehr Aufmerksamkeit erhalten hat (ob berechtigt oder nicht, kann man sich streiten (sorry, Artikel gibt es nicht mehr ohne Waybackmachine)). Aber auch hier gibt es einen Punkt. Wenn eine Frau einen Kerl mit nach Hause nimmt und dann eins zum anderen führt und am nächsten Morgen der Mann doch nicht mehr so niedlich Aussieht, wie im dunklen Licht und nach zwei Bier am Abend zu vor, muss man sich halt mal Gedanken machen, ob man das wirklich als "Vergewaltigung" anzeigen will oder nicht und wenn dann tatsächlich eine Verurteilung kommt, diese halt sehr "milde" ausfällt ("milde" in Anführungszeichen, jemand der Vergewaltigung anklagen vernichtet Existenzen!)
Das ist übrigens in beiden Fällen ein guter Punkt: "Aussehen"! Vor allem Rainer Brüderle wurde im Nachhinein sehr gerne als "Alter Sack" bezeichnet! Ist das schon ageism und sollte doch von Feministen gebrandmarkt werden? Und wenn nicht Rainer Brüderle, sondern ein sportlich, schlanker "Jungpolitiker" mit Mitte 20 (Jahre alt) das gesagt hätte, es gar keinen "Aufschrei" gegeben hätte, sondern eher nen Date auf dem Oktoberfest?! Da wäre im obigen Beispiel auch der "schmierige Typ" zu nennen!
Aber das gleiche "über-den-Kamm-scheren" Schema hatten wir doch auch schon bei diesem "Aufschrei", als die Studie veröffentlicht wurde, dass so viele Frauen Gewalt erleben. Abgesehen davon, dass nur Frauen befragt wurden und kein einziger Mann ... die Bandbreite von "Gewalt" war auch "alles" von einer echten Vergewaltigung, bis hin zu "geschubst"! Beispiele dazu gibt es hier, z.B.:

Wurde die Frau "unerwünscht berührt" - hat sie "unangemessene Einladungen zu einem Rendezvous" erhalten - sich durch Kommentare zu ihrem Aussehen oder durch Witze "angegriffen/beleidigt" gefühlt - oder hat sich jemand vor ihr "unsittlich (.) entblößt"? (30) Dann ist sie Opfer sexueller Belästigung.

Das alles möchte man auf der gleichen Stufe vergleichen? Das ist das berühmte "Mücke zum Elefanten machen!" und auch den "Bärendienst" sollte man erwähnen! Und kommt jetzt nicht von wegen "Man muss das da schon anfangen, weil..." nein, muss man nicht! Schaut mal z.B. in unser Gesetzbücher. Es gibt da die Tat "Körperverletzung" und "schwere Körperverletzung". Einfach weil es ein verdammter unterschied ist, wenn jemandem ein Blaues Auge gehauen wurde oder man mit ner Eisenstange auf jemanden losgeht und beide Beine damit bricht! Und man mag mich berichtigen, aber glaube (oder man muss ja schon fast "hoffen" sagen) es wurde noch nie jemand wegen Körperverletzung verurteilt, weil er jemand anderes mit einer Hand etwas geschubst hat und die andere Person mal nen Schritt vorwärts machen musste. Deshalb eben sollten wir gar nicht erst anfangen in dem "sexuellen Bereich" auch alles aufzuweichen. Denn ansonsten geht jegliche "Kommunikation" zwischen den Geschlechtern den Bach runter.
Das wäre auch einen Punkt zu einem Großteil der Beispiele, vor allem die "Lächerlichen": Das sind im Prinzip alles "Anmachen"! Die sind manchmal unpassend, umgeschickt, ekelig, möglicherweise bis hin zu gewaltätig und strafgesetzwürdig ... etc. aber es geht um die Anbahnung einer "Beziehung". Und das hier halt wohl Frauen öfters "Opfer" sind, als Männer - wir sind jetzt endlich wieder im Artikel und diesen Beispielen - ist halt, dass wir Männer das MÜSSEN! Was ich meine ist: Trotz aller Gleichberechtigung und "starken Frauen" usw. ist es immernoch die Aufgabe der Männer, den "ersten Schritt" zu machen! Nehmt doch mal diese "Referenzgruppe" aus dem Büro und stellt den Frauen die Frage:
Ihr seht in der Bar einen hübschen, netten Typen stehen, den ihr euch auf der Bettkante (oder von mir aus erstmal in anderen "romantischen Zuständen") vorstellen könnt. Geht ihr hin und sprecht ihn an?
Vielleicht gibt es die ein oder andere Frau, die die Hand heben würde (pun für das Originalzitat intended). Aber im Normalfall wird höchstens mal in die Richtung gelächelt und gehofft, dass der Mann einen bemerkt und dann zu ihr rüberkommt. Das ist im übrigen vielleicht der Gegenpart zu dem auch gerne erwähnten "komischen Typen, der einen anstarrt". Vielleicht überlegt er noch, ob er überhaupt den Mut aufbringt, rüber zu gehen und sie anzusprechen oder hofft, dass sie zurückblickt und lächelt, als Zeichen, dass er überhaupt erwünscht ist im Ansprechen; denn wir haben ja gerade gelernt: eine "unangemessene Einladungen zu einem Rendezvous" ist sexuelle Belästigung. Mal völlig abgesehen davon, dass wohl jeder Mann von genug Körben und möglicherweise herabsetzende Ablehnungen berichten kann (womit wir wieder bei den Beispielen sind). Wie wäre es denn mal diesen "Anbagger-Gap" zu schliessen, liebe Frauen? Wenn ihr einen Mann seht, den ihr attraktiv findet, dann geht hin, sagt es ihm und fragt nach einem Date! Aufgrund der aktuellen Verhältnisse kann ich euch auch immerhin versprechen, dass eure Chancen DEUTLICH höher liegen, als mit umgekehrten Geschlechtsvorzeichen! Aber wenn ihr dann doch abblitzt, eröffnet bitte nicht einen neuen Twitterhashtag, ok!? Danke!

Wer ist ein "Gamer"? 05.09.2016 11:44 Uhr   #204
Wenn mich genau jetzt jemand fragen würde, ob ich ein Gamer bin, würde ich wohl mit "Ja" antworten. Allerdings frage ich mich in letzter Zeit, mit wieviel "Inbrunst" ich das tun würde und ob die Aussage überhaupt stimmt!

Also ja, natürlich, ich habe all die "Vorgeschichte" für einen Gamer:
Habe klassisch mit dem guten, alten, klobigen, grauen Gameboy angefangen. Habe entsprechend auch Tage und Wochen damit verbracht mir Tetrisse (was ist denn der korrekte Plural von Tetris??) zu basteln, um das lustige Orchester hören zu dürfen! Habe natürlich auch alle möglichen anderen Spiele dann gespielt.
"Schnell" wurde dann auch der Bildschirm zu klein und ich stieg auf eine Konsole, natürlich das SNES um. bzw. war das parallel. Hin und wieder habe ich noch Gameboy gespielt, mir auch den Gameboy Color zugelegt etc. Hier kam ich mit Rollenspielen in Berührung und natürlich musste entsprechend dann der Umstieg zur Playstation erfolgen, um mir Final Fantasy 7 zulegen zu können!
Die Playstation begleitete mich etliche Jahre und viele Spielstunden. Doch als dann die Playstation 2 schien, machte ich den Umstieg nicht mit. Keine Zeit, keine Lust und so langsam habe ich festgestellt, dass im Fernsehen ansich nichts kommt, was den Besitz eines Fernsehers berechtigt (außer halt eine Konsole anzuschließen). Besitze auch heute keinen Fernseher!

Aber das war ja jetzt nicht das Ende des Gamers! Ich habe einfach den Wechsel zur PC Gaming Masterrace unternommen! Also am PC hab ich auch damals schon laaange gespielt, aber jetzt nahm das richtig Fahrt auf. Vor allem, dass ich mich jetzt nicht (nur) an "Offline-Spielen" entzückt habe, sondern ich warf mich - vor allem mit Starcraft - auch in Multiplayerschlachten. Hauptsächlich ging es mir nur darum, meine Kumpel auf irgendwelchen, privaten LAN-Parties fertig zu machen :P aber trainierte da gerne mal Online für!
Im Prinzip war hier bereits eine "Zäsur" zu finden. Zur Frage aus meinem Topic komme ich noch zurück, aber hier war dann wohl der Wechsel von "casual" zu "hardcore" Gamer, wie es so schön heißt, zu finden. Denn spätestens mit Warcraft 3 startete ich ja auch wirklich in den eSport, mit dem Höhepunkt im Jahre 2002 mich mit den besten Deutschen beim WCG Nation Final zu messen! War ich also davor schon ein Gamer oder erst jetzt so wirklich?
Aber schauen wir weiter. Von Warcraft angestachelt und auch schon ein paar andere MMORPGs ausprobiert, zog es mich - wie so viele Leute - in die Welt von Azeroth und WoW. Doch hier blieb ich nur etwas über 1-2 Jahre *glaub* War zu nervig mit irgendwelchen Dummbatzen, die zu viel Zeit (aber keine Ahnung) hatten, zu spielen. Auch wenn es ansich eine schöne Zeit war!
Aber ab hier beginnt der "Abstieg". Oder zumindest ein Tiefpunkt. Und es hört sich vielleicht völlig bescheuert an, nachdem ich über Gameboy und Tetris vor über 20 Jahren geredet habe, aber ich weiss nicht, was ich so nach WoW gespielt habe... Einzig könnte es sein, dass ich mich wieder mit Warcraft 3 und Starcraft beschäftigt habe, um "fit" für die Veröffentlichung von Starcraft 2 zu sein. Allerdings liegen da ein paar Jährchen dazwischen. Aber gut, hab da auch angefangen zu Arbeiten, also ging das Spielpensum sowieso nach unten. Oh, und Tanzen begann ja auch mehr Zeit von mir zu fordern!
Auf jeden fall war ich hier wieder richtig drin und habe viele Abende mit der Kampagne verbracht und mich auch in viele Onlineschlachten gestürzt. Hier allerdings nicht mehr mit ganz so viel Engagement, wie zu WC3 Zeiten. Man ist ja inzwischen eben am Arbeiten! Keine Zeit wirklich gut zu werden! Aber "gut werden" ...!? Zu ähnlicher Zeit wurde ich auch tief in den Bereich des Speedgamings gezogen. Zwar eher von "außen" und am Zugucken - bin nicht 100% sicher, ob ich schon bei Classic Games Done Quick oder erst beim ersten Awesome Games Done Quick 2011 dabei war - aber immerhin. Es ist einfach faszinierend, wie Spiele, für die man Tage und Wochen gebraucht hat, kurz mal in 1-2h (oder weniger...) "vernichtet" werden. Nachdem ich Super Meat Boy als Speedrun gesehen habe, habe ich mich da auch reingestürzt. Meine Bestzeit für einen "any% glitchless" (so würde ich das mal bezeichnen) mit ca. 28min ist natürlich weit entfernt vom aktuellen Weltrekord (aktuell etwas unter 18 min), aber egal. Bin trotzdem besser als der Durchschnitts SuperMeatBoyspieler! Yeah!

Vielleicht dadurch begann ich aber mehr anderen Leuten beim Spielen zuzugucken, als selber zu spielen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie z.B. meine Hunderte von Stunden, die ich in Witcher 3 gesteckt habe. Aber bevor ich dazu kam, kam auch DotA2 in meine "Zuguck-Liste". Ähnlich, wie beim Speedgaming, bin ich hier fasziniert, was die Leute da an Können haben und wie sie zusammen spielen. Die unglaublichen Preisgelder machen es auch unglaublich Spannend, wer da Millionär wird :) Es ist tatsächlich so Standardmäßig meine Abendunterhaltung da Spiele im Livestream anzugucken.
Wie sieht die andere Seite, also die Spielerseite, aus? Mau! Erwähnte ja Witcher, da spiel(te) ich noch. Aber z.B. Starcraft 2. Da kam dieses Jahr die letzte Expansion raus. Habe ich mir natürlich gekauft ... das war es! Was ich meine - und das ist vielleicht "schockierend" - die Spielebox liegt hier im Regal. Ich glaube ich hatte sie schonmal offen... aber das Spiel auf dem PC installiert? Nein, nicht gemacht! Vielleicht komme ich mal dazu, wenn ich wieder Lust habe zu spielen. Ich beschäftige mich nur einfach seltener damit. Und das ist einfach aktuell mit vielen Spielen. Ich habe auch relativ viele Spiele auf Kickstarter unterstützt. Und während einige noch in der Beta sind - und ich nicht spiele - sind manche auch schon draußen, aber beschäftige mich nicht damit. Klingt irgendwie traurig... ich muss mal wieder mehr spielen!

Soviel also zur "Geschichte". Und nun!? Vielleicht hilft ja dieser Blogeintrag dabei, dass ich mich mal wieder aufraffe und "nerde" und den "Gamer" Titel wieder erhalte. Aber so direkt, bin ich wohl kein wirklicher Zocker mehr! :( Oder vielleicht ist die Perspektive einfach falsch. Ich erwähnte ja das "casual" und "hardcore". Und vielleicht war ich einfach zu lange ein "Hardcore-Gamer", so dass ich dieses "larifari-zocken" nicht wirklich als "Gamen" ansehe! Aber wie sieht es die "Welt"? Bin ich ein Gamer oder nicht? Oder brauchen wir nur noch mehr Abstufungen? Müssten wir in der anderen Richtung Leute wie z.B. Flash oder Kuroky überhaupt nicht mehr als "Gamer" bezeichnen? Sondern als "eSportler"!? Wer weiss...

Baden in Blut 2016 30.07.2016 16:23 Uhr   #203
Alles neue macht der Juli ... zumindest für das Baden in Blut. Nach über 10 Jahren in Lörrach musste das Festival in den Nachbarort Weil am Rhein umziehen. Also alles gewohnte konnte man halbwegs über Bord schmeissen, denn man musste neuen "Lageplan" entwickeln und auch sonstig waren neue Konzepte erarbeitet worden. Ob das alles gut gelaufen ist, muss man wohl die Besucher fragen! Ich beschränke mich auf einen allgemeinen Bericht und für die ganz Eiligen hier schonmal die Links zu den Bildergalerien:

Bands
"Leute"
"Biergartenverlauf"

So, für die geduldigen habe ich aber noch ein wenig Konzertberichte! Viel Spaß!

Inner Sanctum
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/ASC_0348_thumb.JPG


Als Opener sind "traditionell" die Gewinner des Blood Battle Songcontest gelistet. Dieses Jahr konnten die Lokalmatadoren (halbwegs, Freiburg) von Inner Sanctum diesen Platz erringen. Pünktlich ging es um 12 Uhr los. Die Leute kamen auch gleich vor die Bühne in den neuen, großen Innenraum. Auch wenn es da recht locker gestaffelt aussah, IMHO wäre diese Menge in der alten Location ein volles Haus gewesen! Guter Start also!
Die verlinkten Metal-Archives listen Inner Sanctum als (aktuell) "Melodic Death Metal", ich behaupte da auch Schwarzmetallische Töne gehört zu haben. Aber irgedwie bin ich ja raus und nicht mehr ganz auf der Höhe in der Not ;) Vielleicht die Lieder von ihrem neuen, noch nicht veröffentlichen Album!?
Auf jeden Fall waren viele Leute da und auch einige "ernstere" Fans waren dabei. Diese zückten zu einem "romantischerem" Lied sogar teilweise ein Feuerzeug! Auch nicht die Standardsicht beim Baden in Blut! Ansonsten wenig zu erählen. Die band spielte recht routiniert ihren Auftritt herunter und hatte sichtlich Spaß. Die Menge war zufrieden und bedankte sich mit entsprechender Anteilnahme. Ein guter Start in den BiB-Tag 2016!

Nervosa
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/BSC_0512_thumb.JPG


Nach einer Umbaupause wurde etwas für die Frauenquote getan und die drei Damen von Nervosa betraten die Bühne, um uns ihren Thrash Metal zu zeigen! Ob es an der holden Weiblichkeit lag, weiss ich nicht, aber vor der Bühne war richtig voll! Und ich erwähnte ja schon, dass es ein größerer Bereich ist; aber Nervosa liesen sich davon nicht abschrecken und zogen trotzdem unglaublich viele Leute! Ich bin zum fotografieren kurz ins Biergartengelände gegangen. Da war "leer"! (Hier im Vergleich im Gelände und vor der Bühne).
Die Mädels machten auch einen coolen, oldschool, mid/uptempo Thrash mit durchaus durchdachten, "politischen" Texten (wie z.B. die Bandshirts meinten: "Intolerance Means War"). Es war also defintiv nicht nur "Frauenbonus"! Die grimmigen Gesichter waren zwar etwas gespielt, aber naja, bisle böse muss man im Metal rüberkommen ;) Die Band wurde auf jeden Fall gut gefeiert und auch an ihrem Merchverkauf machte sich das bemerkbar. Der dafür Verantwortliche Baden Metal Stand kürte Nervosa als "Merchandise-Sieger" des Tages! Respekt! Damit schon bei der zweiten Band des Tages ein gehöriges Ausrufezeichen auf, vor und neben der Bühne! So kann es weiter gehen!

Istapp
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/CSC_0708_thumb.JPG


Als nächstes wurde es nun etwas düsterer und die Mannen von Istapp betraten die Bühne. Gut, nachdem man diese Black Metaller in Corpsepaint gesehen hat, wie sie Selfies von sich machen, ist es nicht mehr ganz so böse ... aber das bekommt ihr ja nicht mit, wenn man hier nicht ein-zwei Backstagestorys herausgibt ;) Auf jeden Fall war die Band einer der Favoriten unter den veranstaltenden Metal Maniacs! Deshalb nicht verwunderlich so manchen direkt vor der Bühne anzutreffen.
Aber zurück zum Auftritt. Pösen Black Metal habe ich erwähnt, das Corpse Paint, die vielen Fans, ... achso, schon durch ;) Nein. Die Band trotzte den heißen Temperaturen und haute gut auf den Putz und ihre Instrumente (manchmal auch gefühlvoll über die Saiten ;)). Die Fans vor der Bühne bedankten sich mit gutem Einsatz und ordentlichem Haareschwenken. Ein prinzipielles Highlight hervorheben ist schwierig, aber trotzdem mit ihrem absolut solidem Auftritt weiterhin auf dem Level, das Nervosa (überraschend?) als Maßstab gesetzt hat. Und das mit etwas "Publikumsuntauglicherem" Black Metal! Nicht schlecht!

Misery Index
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/ESC_0938_thumb.JPG


Nach dem - sozusagen - ruhigen Black Metal war es doch mal wieder Zeit für etwas mehr Action! Zum Glück Stand nun Misery Index an und wir konnten ordentlich was auf die Glocke bekommen! Davor hatte ich jedoch erstmal Wartezeit vermutet, denn die Band wollte die sogenannte Backline komplett umgebaut! Doch unsere stagecrew zeigte, was in ihr steckt (hier mal zwischendurch allgemein Lob an die Leute!) und wir blieben doch in der geplanten Umbauzeit. Dem Geknüppel stand also nichts im Wege!
Die Stimmung war entsprechend ausgelassen und ihr Death Metal/Grindcore fetzte richtig genial ins Publikum. Erwartungsgemäß änderten sich die Körperbewegungen im Publikum vom Mähne schütteln zu ersten Moshpits und natürlich forderte auch die Bands einige Circle Pits heraus! Ansonsten würde ich ja noch irgendwas erzählen, aber der Auftritt war wohl mit der "Geradlinigste" des Tages: Ohne viel Verzierung voll auf die 12! Und das war defintiv nichts schlechtes oder falsches! Das Publikum war happy, die Band hoffentlich auch (außer das ihr heiß war; DAS "Problem" hatten aber alle :P) und allgemein ein gutes Double-Base Feeling im Bauch! Wir sind wach!

Manegarm
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/FSC_1137_thumb.JPG


Wir hatten bisher Melodic Death/Black, dann wechsel zu hartem Thrash, dann wieder melodischen Black und dann nochmal direkten Death/Grindcore. In diesem Wechsel kommt jetzt also wieder was melodisches! Gut, dass es passt und Manegarm mit ihrem Pagan/Folk Metal die Bühne betreten. Diese Richtung kommt immer gut an, selbst bei den Kleinsten! Aber auch die Großen lassen sich nicht Lumpen und von Anfang bis Ende des Auftritts fliegen die Mähnen, dass es eine Freude ist. Moshpits sind eher weniger gesehen, aber irgendwelche "Tanzkreise" lassen sich trotzdem ausmachen! Bewegung einfach, die Spaß macht! Double Base, schöne Melodien und eine Band die Spaß am heißen Auftritt haben! Viele Aufrufe zum Mit"yeahen" und Köpfeschütteln.
Manegarm waren sozusagen der "Mittelpunkt" des Tages (5. von 9 Bands) und relaxt und äußerst Unterhaltsam setzten sie hier ein entsprechenden Haken an den Tag und geben ein Durchatmen und Feierstimmung vor!

The Ocean
Webseite

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Wir hatten ja diesen "ruhig-hart"-Rhythmus erwähnt ... der wurde jetzt unterbrochen ... oder auch nicht! The Ocean sind mit ihrer progressiven Musik nur schwer einzuordnen. Es gibt sehr ruhige Teile, aber auch ordentliche Basslines und Gekreische sind ihnen nicht fremd. Aber bevor es dazu kam, gab es leider etwas technische Probleme. Es ging einiges hin und her und am Ende hieß es nur noch "Es geht jetzt! ... ich weiss aber nicht, was wir anders gemacht haben??" ... naja, besser so als gar nicht! Etwas Zeitverzug war auf jeden Fall da.
Was als erstes dann im Auftritt auffiel, war der Sänger. Kennen ja alle den Sänger in der Mitte der Bühne ... diesesmal stand er seitlich an der Schlagzeugerhöhung und wartete auf seinen großen Einsatz. Was dieser War? Na, nach 2 Liedern hüpft man einfach mal in die Menge, mit Kabelmikro natürlich. Das erste Crowdsurfen des Tages! Und das bei dieser technisch anspruchsvollen Musik, die die Menge jetzt nicht direkt mitreisst, sondern eher zum Innehalten und genießen einlädt. Das Publikum war auch eher locker gestaffelt, so dass ich es wenigstens selber mal noch in die "erste Reihe" schaffte, um ein wenig zur geilen Musik mitzugehen! Mit meinem rosa T-Shirt war ich ja eh "progressiv" dabei ;)
Ein völlig anderer Auftritt als bisher (und danach, um das vorneweg zu nehmen), aber das BiB ist ja bekannt für seinen Ausreisser! Als zusätzliches "Insiderwissen" übrigens, dass der Schlagzeuger nicht ihr aktueller ist, sondern sein Vorgänger und nur mal wieder eingesprungen ist. Anscheinend gab es daher kleine, musiktechnische Schwierigkeiten, aber das kam nicht wirklich bei mir oder dem Rest des Publikums an.
Der Abend ist auf jeden Fall mal toll und speziell eröffnet worden! Die "großen Drei" konnten kommen!

Rage
Webseite

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Langsam aber sicher sank die Sonne dem Horizont entgegen. Der Abend konnte also los gehen! ... Leider gab es auch bei den Deutschen Metal Urgesteinen von Rage technische Schwierigkeiten und der ohnehin angespannte Zeitplan trat weiter ins Hintertreffen! Trotzdem warteten natürlich eine Menge Leute vor der Bühne und liessen sich nicht beirren. Kaum waren die drei Herren auf der Bühne und das erste Lied erklang, war eigentlich schon der erste Pogopit am laufen! Es gab ein recht Abwechslungsreiches Programm aus alt und neu, wobei, wenn ich der Setlist glauben kann, war nur der Opener und "Spirits Of The Night" vom absolut neuem Album! Also Album holen, für den vollen Genuss ;) Egal, genug Klassiker dabei! Man lies das Publikum fröhlich mitsingen, natürlich bei den beiden letzten Tracks "Don't Fear The Winter" und ihrem "Klassiker-Outro" "Higher Than The Sky" (in diesem Falle sogar mit einem kurzen Stück Holy Diver - R.I.P. Dio!).
Nachdem bei The Ocean mein persönlicher Musikhöhepunkt war (ich alter Techniker ;)), war hier der weitere Höhepunkt für das Festival: Auf die Frage an Rage's Manager, ob wir noch ein Bandfoto nach dem Auftritt hinbekommen, meint er ganz Trocken, dass wir das doch auf der Bühne machen sollten! Lange Rede, kurzer Sinn und getan! Damn, war ich Aufgeregt und Nervös! Stehe also im Schlagzeug von Rage und muss "performen"! Hoffe das Ergebnis gefällt. Obig seht ihr eines; ich war aber so frei gleich vier Stück hier zu zeigen; sucht euch euren Favoriten raus! Danke auf jeden Fall für diese Ehre!

Tiamat
Nicht-Webseite ;)
Facebook

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Wo wir gerade bei Urgesteinen waren, die nächste Stand schon in den Startlöchern: Mit einem fröhlichen "We are Pink Floyd from England" begrüßten uns leider keine Wiedervereinigte Oldschool-Rocker, sondern Tiamat, die zugegebenermaßen sich inzwischen ein wenig vom Metal "distanzieren" und sich tatsächlich inzwischen eher im Rock oder Gothic Metal Bereich bewegen. Ob deshalb der Sänger orangene Fingernägel aufgeklebt hat, weiss ich nicht; interessierte auch niemanden. Natürlich wurde es jetzt eher atmosphärisch und ruhig, die Fans vor der Bühne waren trotzdem gut dabei. Für einen sehr emotionalen und sehr überraschenden Moment sorgte die Band bzw. der Sänger mit seinen Grüßen und Mitleidsbekundungen für die Opfer des Amoklaufs in München am Tag zuvor! Wow-erlebnis right there!
Von solchen Momenten Abgesehen war es ein sehr ruhiger Auftritt und die Band bedankte sich bei der Band mit tollen Liedern und holte auch noch zwei Freunde auf die Bühne zum Mitsingen. Wobei da der Herr doch eher "Metal" war und "böse" daher sang! Aber die Dame hat das wieder berichtigt! ;)
Erwähnenswert ist wohl auch der Coversong von Runke Ball von einem legendärem Komponisten und Komiker aus Schweden, Eddie Meduza. Ich gebe euch einfach mal kurz die Englische Übersetzung des Liedes *duck*
Toller, interessanter Auftritt, der vielleicht nochmal aus dem Rahmen fiel! sehr viel Spaß trotzdem!

Enslaved
Webseite

https://www.geisterkarle.net/galerien/galerie/bib2016_bands/JSC_1047_thumb.JPG


Die erwähnte Sonne war inzwischen ganz untergegangen. Zeit also die letzte Band des Abends auf die Bühne zu holen. Viele warteten bereits. Mit ihrem Pagan "angehauchten" Black Metal war Enslaved natürlich prädestiniert dazu! Und auch die LichttechnikerIN (wenn ich das richtig kapiert und mitbekommen habe) der Band zeigt ihr bestes und erschuf ein krasses Bühnenbild für die Musik. ... Leider war das Licht aber die Hölle für uns Fotografen! Ich tat mein Bestes und hoffe euch zumindest ein paar gute Bilder präsentieren zu können! Mehrfach schaute ich zu meinen "Knipskollegen", die einfach nur "innehielten"! Auch die nicht die besten Chancen!
Aber egal, zurück zum Auftritt: In der Menge ging es sofort rund und Haare und Körper flogen durch die Gegend (meistens selbst verursacht ;)) und genossen die "pöse" Musik und die stimmungsvolle Atmosphäre auf der Bühne! Ich bin nicht so ganz drin in der Musik von Enslaved (und hab keine Setliste), daher glaube ich einfach mal ihre Ankündigung, dass sie eher "ältere" Stücke gespielt haben. Die Erwähnung der Albumen "Isa" und vor allem "Frost" scheinen das aber zu bestätigen! Ihr neuestes Album In Times heimst (zumindest auf den Metal Archiven) höchste Punktzahlen ab, also wenn da auch was raus kam sollte kein Problem gewesen sein ;)
Leider war die schon länger nicht mehr erwähnte Verzögerung immernoch akut :( Daher beendeten Enslaved sehr professionell und fast Schlag 0 Uhr ihr "verkürztes" Set und gingen viel Applaudiert von der Bühne.

Die Nacht war zwar noch relativ jung, aber etwas überraschend für mich, hatten wir sozusagen mit Musikende bereits Ausschankschluß (in Lörrach ging es an den Getränkeständen noch bis 1 Uhr oder so). Die Menge verlor sich daher relativ rasch und wir von der Crew genossen unseren Feierabend im Backstage mit Musik und Trank! Muss auch mal sein ;)
Ich denke, für die erste Episode in Weil am Rhein war es gar nicht schlecht! Mal sehen, was die ganze Aufarbeitung dazu sagt und wie es nächstes Jahr aussieht! Ich zumindest freue mich bereits drauf!

Danke Bud! 28.06.2016 14:54 Uhr   #202
Es ist mal wieder ein ganz Großer von uns gegangen!
Diesesmal sogar wirklich und auch Körperlich. Natürlich rede ich von Carlo Pedersoli, besser bekannt als Bud Spencer!

Hier sind Links und Nachrufe:
Wikipedia
Süddeutsche Zeitung
Spiegel Online
Deutschlandfunk

Zeit, nochmal seine Biografie aus dem Regal zu holen und sich einen der unvergleichlichen Filme anzusehen! Mal schauen, was das Filmrepertoir daheim hergibt...

Ich möchte jetzt aber einfach seine anscheinend letzten Worte auch an ihn zurückgeben:
DANKE!

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