Geisterkarle's Homepage Besucher Heute: 7
Besucher insgesamt: 395700

Neueste Lesetipps:

Inside the CIA's black site torture room
Obituary: Hugh Hefner
Unusualtraveler: Syrien 2017

News Archiv   News Suche

Elegantes Ballett mit Panzern! 06.12.2017 21:48 Uhr   #213
Sooooo. Nach längerer Zeit kann ich hier endlich mal wieder einen Konzertbericht reinschreiben!

Und zwar war ich mal wieder im "üblichen" Colos-Saal hier in Aschaffenburg. Etwas spontan habe ich vor ein paar Tagen gelesen, dass dort die Band Panzerballett spielt. Noch nie gehört, gesehen oder sonstwas. Aber die Beschreibung vor allem dieses Spezialauftrittes unter dem Titel "X-Mas Death Jazz" klang plausibel und dachte, da geh ich einfach mal hin!

Karte an der Abendkasse war kein Problem, etwas merkwürdig war, dass ich auf Frage ob es Fotografierauflagen gibt, Aussage erhielt, dass man sowas ankündigen muss! Auf meine Verwunderung seit wann das so wäre und ich noch verwunderter wurde als die Antwort "schon immer" war (die letzten 30 Konzerte im Colos habe ich anscheinend illegal Fotos gemacht...), bekam ich immerhin Erlaubnis Bilder zu machen!
Also rein, Bierchen geschnappt und auf Beginn gewartet. Mal bisle umgekuckt: Publikum war relativ "alt", aber auch sehr junge Leute dabei (u.a. ein junges Mädel, das spätestens ab der Pause erhöhte Aufmerksamkeit erfuhr ;)). Fotografen mit Ausrüstung ähnlich mir waren nur zwei zugegen. Endlich mal nicht so hohe Konkurrenz

Wie auch immer kamen die 6 Jungs dann relativ pünktlich um 20 Uhr auf die Bühne. (Eigentlich sind die nur 5, aber hatten Special Guest einen Gitarristen von Obscura dabei)
Als erstes die Fakten: ich erkläre ja immer gern für Uneingeweihte was für Musik gespielt wurde ... und das wird jetzt interessant! Der erwähnte Untertitel der Veranstaltung sollte schon Aufschluss geben. Auf der einen Seite harte Metal Klänge, dazu Saxophon und das ganze Musikalisch kombiniert in eine Art Freejazz. Gegensätzliche Melodien, Rhythmuswechsel, Soli von sämtlichen Musikern, mehr Taktwechsel als man zählen kann, ... ein unglaublich krasses Ding! Lustigerweise meinte der "Chef" der Band (passend mit Meshuggah T-Shirt) nach dem ersten Lied: "Wenn euch das nicht gefallen hat, dann werdet ihr am Rest heute auch keinen Spaß machen!"
But damn it: I like it!

Großteil des Sets war das komplette, neue Album "X-Mas Death Jazz" (daher der Name der Veranstaltung) in zwei Teilen; denn die Band machte mittendrin mal ein kleines Päuschen. Ansonsten war das letzte Lied vor der Pause und die Zugabe die einzigen Stücke, die nichts Weihnachtliches hatten. Was ich vielleicht zur Musik vielleicht auch sagen sollte: Diese Stücke waren alle auf bekannten Weihnachtsliedern basierend! White Christmas, Kling Glöckchen, Rudolph, ... usw. Konnte mit die Melodien zwischen den Gegenmelodien durchaus erkennen; vielleicht nicht einfach für unerfahrene Hörer, aber definitiv möglich!
Es ist jetzt schon über 10 Jahre her, da hab ich zufällig im Radio das Lied I Am Santa Claus von Bob Rivers gehört und ich meinte damals, ich hab den Glauben an Weihnachtslieder wiedergefunden!
... Nun, Jahre später, war es wohl Zeit für die nächste Eskalationsstufe! Danke Panzerballett!

Aber zurück zur Musik. Prinzipiell muss man es erleben und anhören um es zu glauben. Da geht der Bassist an seinem 6-Saiter ab, da werden Gitarristen neidisch ... weshalb diese sich das nicht bieten lassen und mit 8(!) Saiten kontern! Unglaubliches Instrumentalkönnen auf der Bühne! Ich frage mich auch immer noch, in wie weit die Soli auskomponiert sind, oder der Schlagzeuger einfach "spontan" auf die Solisten reagiert hat! Möglicherweise letzteres! Ich kann nur empfehlen mal den "Werdegang" der Musiker zu lesen!

Da die Mannen sich fast nur auf ihre Musik konzentriert haben, gibt es ausser dieser eigentlich nicht so viel zu berichten. Einen Schokonikolaus als Verschönerung der Bühne war noch ein netter Punkt und einige Ansagen hatten auch teilweise trockenen Humor gezeigt. Ich vernahm danach im Nebengespräch, dass die Band sonst sehr viel mehr noch "Kabarett" auf der Bühne macht und das diesmal etwas kurz kam ... aber trotzdem war es ein sehr kurzweiliges Vergnügen, das ich mir mit zwei CDs versüßt habe! Gerne wieder! Und allen Jazz und Progressive Metal Freunden kann ich diese Band nur herzlich empfehlen!

Alle Fotos gibt es hier
(0 Comments)

Wahlnachbereitung 2017 26.09.2017 20:16 Uhr   #212
Meine Mutter wollte, dass ich mal wieder hier was schreibe und da die Bundestagswahl ja jetzt rum ist, kann man da ja mal ein paar Worte verlieren.
Hier findet man nochmal die letzten Ergebnisse! Letztlich ist da gar nichts überraschendes dabei, falls man die letzten Monate nicht unter einem Stein gelebt hat:

Die CDU und SPD haben gut verloren, die FDP ist wieder drin und die AfD macht sich breit. Das "überraschenste" ist ja noch, dass die SPD immernoch mehr als 20% hat und das es noch Leute gibt, die Grün wählen ... aber das ist vielleicht nur meine Meinung ;)

Trotzdem sind sehr viele Leute wegen der AfD jetzt "omg-omg-omg" und "wie konnte das passieren???", obwohl es eben total absehbar war! Und das "warum" versuchen ja dann viele dann wieder mit Verwunderung und diesem "Rechtsruck" zu erklären, der durch die Gesellschaft geht. Und das ist ein guter Einstiegspunkt für meinen Text jetzt. Denn es hat schon ein anderer Blogger gut beschrieben und benannt, dass wir hier keinen "Rechtsruck" haben, sondern eine "Linksflucht"! In diesem Text steht eigentlich schon alles, aber ich bin hier und werde einfach mal meine eigene Beschreibung dazu abgeben.

Also: Ich arbeite im Kopf ja gerne mit Bildern, um mir Sachverhalte zu verdeutlichen. Für mich ist die Politische Landschaft tatsächlich das: Eine Landschaft, bzw. um genauer zu sein eine Straße. Und da gehen wir alle Menschen drauf; in die gleiche Richtung. Habe ich "alle" gesagt? Nein, es gibt ein paar Verrückte, die denken, links und rechts von der Straße im Graben ist es viel toller! Und diese "preisen" das grüne Gras neben ihnen an und dass dieses Gras viel toller ist, als das Gras auf der anderen Seite und die Leute im anderen Graben alle scheisse sind! Die Grabenleute hassen sich entsprechend und brüllen entsprechend sich Obszönitäten über die Straße. Die Leute auf der Strasse bekommen das natürlich mit. Und je nachdem, ob sie das Gras tatsächlich schicker finden, auf der anderen Seite, haben sie da kein Problem damit, sich da auch näher an den Rand zu begeben und dem Ganzen zu zu hören und möglicherweise zustimmend zu nicken. Andere bewegen sich eher weg. Insgesamt hat die Straße natürlich einen Mittelstreifen und so grob kann man an der Straßenseite erkennen, wer sich mehr der einen oder anderen Seite zugehörig fühlt.
So, das ist die "Ausgangslage". Nun hat sich aber in den letzten Jahren (Jahrzehnten?) etwas verändert: Und zwar hat die Linke Grabenseite begonnen, immer extremere Dinge öffentlich zu sagen. Ich betone öffentlich, denn auch wenn (auf der anderen Grabenseite z.B.) eine NPD Partei sich relativ human gibt, wird da vermutlich im "stillen Kämmerchen" gerne mal glorifiziert von Auschwitz oder so geredet. Aber sowas behält man besser für sich, das verschreckt die Leute nur! Und genau das ist jetzt auf der anderen Seite passiert! Da wurden Dinge sagt, die kamen bei Leuten, die eigentlich auf der Linken Straßenseite laufen, nicht gut an. Und als diese das kritisiert haben, wurde nur Gebrüllt und die Leute sind "verängstig" weiter nach rechts gerückt. Jetzt kann man dieses Verhalten als "Rechtsrücken" verstehen, aber eigentlich sind sie nur den Linken weggelaufen!

Jetzt muss natürlich die Frage kommen: Was soll denn da "plötzlich" gesagt worden sein, dass das passiert ist? Nun, ich habe da im groben Drei Hauptpunkte ausgemacht.

1. Der hier bei mir öfters angesprochene Feminismus wurde ins extrem Verzerrt! Gegen Feminismus hab ich ja schon fast "nix", aber in den letzten Jahren sind immer mehr Extreme aufgekommen. Es fing ja "ganz harmlos" an, dass für DAX-Vorstände Frauenquoten gefordert wurden. Warum Frauen "einfach so" einem besser qualifizierten Mann vorgezogen werden sollten, stieß schnell in der Kritik. Und warum eigentlich nur an den "großen Töpfen" der Vorstände und nicht bei der Müllabfuhr? Und erzählen uns nicht viele Feministen, dass Geschlechter gar nicht existieren, sondern sozial konstruiert sind? Wie soll man da die Frauen also herausfinden? Was zum weiteren "Extremfeminismus" Punkt führt: Gender! Da gibt es gazillionen Studien, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern untersuchen und bestätigen ... und irgendwelche Leute kommen daher und sagen, dass ist alles falsch! Warum sollte man dem glauben? Es gibt z.B. ein (erstaunlicherweise) auch auf Genderseite gerne genutztes Beispiel: David Reimer! Kurz erzählt:
Junge wird als Baby kastriert, wird als Mädchen aufgezogen, kommt aber nicht wirklich damit zu recht, erfährt von diesem "Experiment", gibt sich wieder männlichen Vornamen und rollt das Ganze wieder zurück, kommt sogar mit einer Frau in eine Ehe zusammen, die aber leider nicht hält, Suizid.

Klarer Fall: Das sozialisierte Geschlecht hat nicht funktioniert! Zwar wird auch in diesem Wikiartikel von erfolgreichen Experimenten in dieser Richtung berichtet, aber das ist mal wieder das Missverständnis, wie Wissenschaft funktioniert! Kleine Exkursion dazu: Wissenschaftler stellen andauernd irgendwelche Theorien auf. Das ist ja in Ordnung, man hat ja Vorstellungen, wie die Welt funktioniert. Aber: Man muss diese Theorien beweisen! Also werden Versuche dazu gemacht! Und wenn man bei den Versuchen feststellt "damn, so hatten wir das nicht gedacht...", wie im Reimer Beispiel, dann muss man zurück ans Reissbrett und seine Theorie mindestens überarbeiten. Beispiel dazu: Ich habe die Theorie, dass wenn ich die Zahl 1 mit einer beliebigen, anderen Ganzzahl N addiere kommt ein Vielfaches von 5 heraus! Beweis: N=9 -> 1+9=10=2*5 Stimmt! Jetzt kommt aber jemand daher: "Was ist mit 7?" 1+7=8=... ah, damn! Theorie stimmt nicht. Vermutlich muss ich irgendwas an meiner Ursprungsidee anpassen ...
SO funktioniert Wissenschaft! Gender ignoriert aber jegliche Gegenbeweise! Wer Gegenbeweise bringt, ist Frauenhasser und hat was gegen Schwule und Transmenschen! Völlig Blödsinn und verschreckt Leute! Könnte noch mehr in der Richtung bringen. Aber das war jetzt länger als Gedacht, daher mal

2. Anti-Deutsche Aussagen. Es gibt jedes Jahr im Februar, wenn sich die Bombadierung Dresdens Ende des Zweiten Weltkriegs jährt, Stress in der Stadt. Es treffen hier Leute aus dem Rechten Graben, die diese Geschehnisse für sich vereinnahmen wollen, auf Gegendemonstranten. Dort sind inzwischen immer mehr Anti-Deutsche, die AUCH das Ganze vereinnahmen. Und auch nicht gerade zimperlich und mit keinem Gedanken an die meist zivilen Opfer damals! Auch aktuell sind auch gerne mal recht "Öffentlichkeitwirksame" Personen bei sowas mit dabei.
Auch seit dem Sommermärchen geht bei vielen Anti-Deutschen die Hutschnur auf. Da werden Araber(!) angemacht, weil sie eine Deutschlandflagge am Haus hängen haben. Oder diese lustigen Flaggen an den Autos werden abgerissen, weil mit sowas ist man ja anscheinend automatisch Nazi!
Sowas verschreckt Leute!

3. Natürlich die ganze Geschichte um die Flüchtlingswelle in den letzten Jahren. "Ich verstehe, dass diese Menschen vor Krieg und Elend fliehen und wir sollten da so gut wie wir können helfen. Aber einfach eine Millionen Menschen hier bei uns reinzulassen, dass schaffen wir doch nicht! Wir müssen das genauer angehen und schauen, wie wir als Europa und alle Staaten da zusammen stehen und das lösen können" -> NAZI!
Ähm ja, genau, nein ...
Unsere Angie Merkel meinte ja da sehr Bekannt Wir schaffen das. Nun, wie wir gesehen haben, kommt das auf die Definition von "wir" an! Denn während der Hochzeit der Flüchtlingskrise waren ja freiwillige Helfer zu Tausenden im Einsatz und es wurde gespendet ohne Ende ... das war durchaus sehr beeindruckend und Respekt an all diese Leute! Aber wenn wir mal "wir" als den Deutschen Staat definieren wollen, also alle Freiwilligen wegnehmen, sondern nur betrachten, wie die berühmt-berüchtigte Deutsche Bürokratie damit wohl klar gekommen wäre ... oh mein Gott wäre das ein Reinfall geworden! "wir" hätten das nie im Leben geschafft! Zumindest nicht ohne ähnliche Elendszustände in den Flüchtlingslagern, wie in den großen Camps in der Türkei oder Libyen! Don Alphonso nennt das Ganze im Übrigen "Ihr schafft das schon". Auch nicht schlecht...
Zudem haben viele Leute Angst, dass mit all den Leuten irgendwelche Unternehmer das nutzen, um Gehälter zu drücken. Da hatte ich ja zum Thema Mindestlohn schon erwähnt das diese Ängste nicht völlig unbegründet sind...
Und ob jetzt von Ausländern im Prozentualen Verhältnis mehr Verbrechen begangen werden, möchte ich eigentlich nur mit der Kneifzange anpacken. Aber dass es diese Ängste gibt und Leute verschreckt, die nicht ernst genommen werden, ist logisch. Und obiger Don verlinkt auch einige "Einzelfälle". Nehmt diese wie ihr wollt!

4. Ja, ich habe von drei Punkten gesprochen. Dieser Punkt ist auch nur, der alle drei Punkte betrifft und wichtig ist und man vielleicht auch an den Beschreibungen sieht:
Es gibt nur Schwarz oder Weiß! Nur Freund und Feind! Wer nicht 100% hinter diesen drei Punkten steht ist eigentlich schon Nazi! Es darf keine Kritik geäußert werden, es darf nichts hinterfragt werden, oder irgendwie eingeschränkt werden. Absolut extrem.
Und da ja hier alles der Feind ist, darf auch Beleidigt werden! Und wenn man Leute Beleidigt und Runtermacht ... und diese Leute sich dann abwenden ... wen wundert es? Achja, genau: Leute im Linken Graben, die was gegen die AfD haben! Das "lustige" ist ja, dass die aus dem Rechten Graben nicht doof sind (auch wenn ihnen das gerne nachgesagt wird) und mega freundlich sind und genau auf diese Dinge, die ich auch aufzeige, hinweisen. Und DAS kommt wiederum gut an! Da sind Leute auf der Linken Straßenseite und "flüchten" vor dem Graben ... aber eigentlich wollen sie gar nicht auf die andere Seite, da diese auch schrecklich ist und sie gar nichts mit denen zu tun haben wollen ... aber sie können nicht anders! Der Linke Graben wurde zu einem extremen Loch, wo niemand sonst hinwill!

Puh, soviel zu diesem "Rechtsruck". bzw. eine Sache vielleicht noch dazu. Hier hat mal wer per Big Data die Parteien dieser BTW etwas Links-rechts eingeordnet. Was man in diesem Graph schön sieht ist: Es gibt unglaublich viele Parteien, die dem linken Spektrum zugewiesen sind. Es gibt also ein unglaublich starkes und großes Potential im Linken Bereich! Natürlich ist in dieser Konstellation schlecht, das sich das Ganze aufsplittet. Wenn da jede kleine Partei 0.5% holt, sind ja glatt 10% insgesamt "flöten gegangen". Das wäre ja positiv zu sehen. Wobei natürlich auch die Grundsatzfrage nach "Links" mal zu beleuchten wäre. Die obigen Punkte sieht die Linke Szene als Links an. Soweit so schön (oder auch nicht). Aber fehlt da nicht was? ... Genau! Wie sieht es denn mit besserer sozialen Versorgung aus? Vermögensverteilung? Bessere Löhne? Hilfe für Bedürftige? Abschaffen von "Hartz4"? etc. pp DAS sind doch alles total klassische, linke Punkte! Wieso wird das nicht beleuchtet? Nunja, weil selbst im Linken bereich das inzwischen "unwichtig" ist. Hilfe für Minderheiten und Leute nicht am Pipimann zwischen den Beinen das Geschlecht festmachen ist vieeeeeeeel wichtiger ... NICHT, in meinen Augen! Illustrerweise ist ja bei der Partei "Die Linke" gerade die "Kontroverse" Dame Sahra Wagenknecht in diesen Themen aktiv ... und wird in ihrer eigenen Partei kritisiert! War "Die Linke" nicht links und sollte Personen, die linke Themen besetzen nicht unterstützen? Aber gut, ich finde es ja schon persönlich schlimm, dass ICH Frau Wagenknecht für eine Politikerin halte, die sinnvolle Ideen hat ...

Auch könnte man mal gerade zum letzten Absatz und den Themen von Minderheiten und Transpersonen mal eine Binsenweisheit bringen: Es ist schön, wenn man Minderheiten unterstützt und auch deren Unterstützung bei Wahlen bekommt ... Wahlen werden aber durch Mehrheit gewonnen! Wer also der Mehrheit sagt "Eure Probleme interessieren mich nicht!" warum sollten diese dann einen unterstützen? Und warum ist dann die Erschütterung groß das mit Minderheitenstimmen nicht eine Mehrheit gewonnen werden kann?

Letztlich ist ja eine Themenpartei für eine kleine Bevölkerungsgruppe nicht falsch. Die Piratenpartei (hier bei der BTW weiter Prozente verloren...) ist ja auch anno dazumal als Ein-Themen-Partei angetreten. Ich kann mich sogar erinnern irgendwo mal gelesen zu haben, dass irgendwer vom Vorstand in einem Interview meinte, das beste wäre, wenn sie gar nicht mehr gebraucht werden, weil das Thema übernommen wurde! Nun, das ist geschafft: Eigentlich alle "großen" Parteien haben "irgendwas mit Digital" im Programm und "Experten" in ihren Reihen. Ob die auch vernünftiges damit anstellen ist was anderes... zudem ist gerade mit der Öffnung der Themen in der Piratenpartei dann ein Bruch gekommen. Auch weil einiges von den oberen Punkten plötzlich auch Einzug in die Partei bekommen hat. Und das hat viele verschreckt (um das Wort erneut zu nutzen).

So, was passiert jetzt in Deutschland? Ganz ehrlich würde ich mich über vorgezogene, neue Bundestagswahlen in der nächsten Zeit gar nicht groß wundern! Ob sich damit etwas verbessert ... ist wohl was anderes!
(0 Comments)

Von Privatisierungen 01.06.2017 18:10 Uhr   #211
Heute (und die nächsten Tage) soll ja die "Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs" im Bundestag (durchgepeitscht)besprochen werden. Hinter dem sperrigen Namen finden wir gleich 13(!) Grundgesetzänderungen(!!). Der wohl bekannteste Punkt dabei ist die möglichkeit der Privatisierung von unseren, schönen Autobahnen. Aber auch andere Privatisierungen, z.B. im Schulwesen sind hier betroffen!
Mitbekommen habt habt ihr davon bisher vermutlich wenig. Es wird mehr über die neuesten Eskapaden von Trump berichetet, besonders in Hinsicht des Klimaabkommens und warumauchimmer ist es eine Topstory, wenn ein 95jähriger Mann stirbt; nur, weil er mal in Auschwitz Wachmann war. Aber wirklich wichtig entgegen den unglaublichen Änderungen hier in unserem Staat ist das eigentlich alles nichts!

Zeit also für mich, mal einfach meine "naive" Sicht zu Privatisierungen kundzugeben. Also jetzt nicht so im speziellen zu den aktuellen "Beispielen", sondern so im allgemeinen! Was so meine Gedanken dazu sind! Ich bin für Diskussionen offen!
Privatisierung bedeutet, so völlig vereinfacht, dass der Staat etwas besitzt und an eine private Person oder Firma o.ä. verkauft. Da gibt es jetzt mehrere Ebenen zu betrachten.
Zuerst einmal möchte ich mal diese "Dinge", die der Staat zu Verkaufen hat, in drei Kategorien einteilen:
1. Die Dinge, die für den Staat ein "Verlustgeschäft" sind. Also da ist irgendwas, dass wir/der Bürger/das Volk/... benötigt/nutzt/o.ä. aber keine Einnahmen hat, oder zu wenig, um sich selbst zu halten. Nur durch Steuern und Quersubventionierung wird das Ganze "am Leben" gehalten.
2. Die Dinge, die solala laufen und sich selbst halten. Da wird also was verdient und man kann die Kosten decken. Aber große Sprünge kann man auch nicht machen.
3. Die Dinge, die Gewinn abwerfen. Der Gewinn kann dann für Quersubventionierungen etc. genutzt werden und läuft einfach gut.

So; für Privatisierung könnte man ja meinen, dass nur Kategorien 2 und 3 betrachtet werden müssten. Bei 2 könnte ein privater Investor auf eine Optimierung der Abläufe hoffen, um vernünftig in Gewinnzonen zu kommen; bei 3 am besten zurücklehnen und beim Geldscheffeln zuschauen (oder auch hier noch optimieren, um NOCH mehr zu verdienen!). 1 dagegen... der Staat möchte das vielleicht tatsächlich loswerden, aber wer will schon in Verluste investieren?
Nun, ganz so einfach ist es nicht. Gerade das Anfangsbeispiel - das ich gar nicht genauer Beleuchten wollte - mit den Autobahnen wäre sowas! Der Staat steckt ordentlich in Instandhaltung etc. der Autobahnen rein, aber verdienen ist nicht. Gut, LKW-Maut gibt es ja bereits und man könnte die KFZ-Steuer mit reinrechnen. Aber im Prinzip verdient der Staat nichts. Trotzdem würden gerne Private hier investieren, um eben durch Maut ansehnliche Gewinne zu erwirtschaften! Ganz so einfach ist also das "Ausklammern" von Kategorie 1 nicht.
Im Prinzip müssten wir dagegen mMn nicht über die letzte Kategorie reden. Denn einen stetigen, positiven Geldfluss zu verkaufen macht für mich absolut keinen Sinn! ... Ja, es wurde aber schon getant. Und alle entsprechenden, verantwortlichen Politker gehört eigentlich eine auf den Schädel gegeben dafür! Denn es macht keinen Sinn! Das rechnet sich nicht! Man bekommt vielleicht einen, einmaligenm großen Geldschub. Aber in wie vielen Jahren hätte man das verdient gehabt? Alles unter so 30+ Jahren halte ich für Schwachfug! Und ja, ich erwarte das ein Staat so weit in die Zukunft für sein Land schaut, wenn man Dinge privatisieren will! Denn Privatisiertes wieder zurück zu kaufen ist verdammt teuer! z.B. das Beispiel der Wasserversorgung von Berlin. Hier im Artikel wird ein Profit vom Jahr 2010 mit 270 Millionen beziffert! Verkauft wurde das Ganze für lächerliche 1,7 Milliarden. Das wären bei ähnlichen Profiten in den anderen Jahren nach 5 Jahren eingenommen gewesen! Oder man hätte die Wasserpreise auch tiefer haben können und vielleicht noch 135 Millionen Verdienen können; dann hätte man es in 10 gehabt! Das sind keine Zeiten! Nun hat die Stadt nur einen geringen Teil der Einnahmen bekommen, die vermutlich mit dem Rückkauf komplett wieder verloren sind! Und das war nur eine "Teilprivatisierung"!
Aber gut, ich rede hier ja davon, als ob Leute/der Staat eine Wahl haben! Was ja der Knackpunkt ist! Privatisierungen sind ja nur in den seltesten Fällen etwas, was man so nach "Lust und Laune" macht. Man muss nur nach Griechenland schauen. Als ob da die Regierung all das wirklich veräußern wollte. Sie müssen! Und wenn Leute/Staaten gezwungen sind, etwas zu verkaufen kann natürlich kein vernünftiger Preis ausgehandelt werden! Dann werden alle Investoren schauen, dass sie möglichst wenig bezahlen. So nach dem Motto: "Ihr werdet schon angekrochen kommen!" Gleiches System, wie "im Kleinen" bei unseren Hartz IV Gesetzen, wo die Arbeitslosen gezwungen werden, eine Arbeit anzunehmen, wo man 10 Euro mehr bekommt, als Arbeitslosengeld, aber dafür 40 Stunden schuften muss ... das wissen die Arbeitgeber auch! So brauchen die keine vernünftigen Gehälter und Löhne zu zahlen; wissen ja, da kommen irgendwelche Arbeitslosen für wenig Geld!
Aber ich schweife ab. Letztlich möchte ich sagen, dass ich schwer dafür wäre, wenn Privatisierungen nur aus einer "Stärkeposition" hinaus geschlossen werden könnten. So als Vergleich, wenn ich jetzt irgendwas verkaufen möchte. Dann informiere ich mich, was das so auf dem Markt wert ist und wie viel mir selbst das wert ist. Also wenn ich irgendwas dringend loswerden möchte, gehe ich vielleicht unter den Durchschnitt, dass es jemand kauft. Aber ist Orientierung. ABER: Wenn ich niemanden finde, der es für meinen Preis nimmt, dann sage ich mir "püh, dann halt nicht..." und lass es in meinem Besitz. Ich "bibbere" nicht "BitteBittekauftes!" herum und gehe weiter mit dem Preis runter! NEIN, not gonna happen! Hab es ja nicht nötig. Und nur wenn ein Staat DAS sagen kann, darf es Privatisierung geben! Denn dann gibt es nämlich kein Race To The Bottom für irgendwelches Geld, was man bekommt.

Aber das Ganze gerade mal nur so als Einschub. Wir wollen noch weiter Brainstormen!
Und zwar wollen wir uns mal das Ganze "danach" anschauen. Also etwas ist Privatisiert. Was sind denn die Hoffnungen der Beteiligten? Und hier müssen wir neben Staat und Investor auch noch uns als Bürger; und hier vielleicht noch augeteilt in "Mitarbeiter" und "Betroffenen" trennen! Haben also mehr Parteien (pun intended) die wir hier betrachten müssen!
Also zuerst der Staat. Hoffentlich hat dieser gut Geld rausgehandelt! Also einen guten "Deal" gemacht und der Verdienst kann in vernünftige, andere, öffentliche Projekte gesteckt werden. Schulen renovieren etc. (außer diese werden auch Privatisiert...).
Dann der private Investor. Dieser möchte natürlich, dass das ausgegebene Geld schnell wieder drin ist! Also schnell Dinge ändern etc. um das "Ding" in die gute Gewinnzone bekommen!
Weiter eben der Bürger. Hier als erstes mal die Mitarbeiter (sofern vorhanden; wenn der Staat ein eigenes Gebäude verkauft ist das im Prinzip auch Privatisierung, aber Mitarbeiter gibt es dann ja nicht). Diese hoffen natürlich, dass sich nicht viel für sie ändert. Weiterhin gutes Gehalt bekommen, nicht rausgeschmissen werden, etc.
Zuletzt die Betroffenen; also Personen, die vom aufgekauften "Ding" abhängig oder irgendwie verbunden sind. Auch diese wollen, dass sich nichts ändert. Möglicherweise war es unter Staatlichem Besitz so Scheisse, dass es vielleicht tatsächlich gut wäre, wenn sich etwas ändert, aber Prinzipiell eher nicht. Preise sollen so bleiben wie sie sind und Qualität beibehalten werden.

Was mich weiterführt. Denn das Beschriebene waren ja jetzt "nur" die Hoffnungen. Wie sieht es denn in der Realität aus? Nagut, dass ist jetzt - ähnlich der Hoffnungen - eher Theorie und "Hörensagen" aus Erfahrungswerte und die "Übertriebenheit". Möglicherweise auch sehr verschieden, je nachdem, was Privatisiert wurde:
Der Staat hat sich vermutlich gut über den Tisch ziehen lassen bzw. war das Ganze eh nur als "schlupfloch" gedacht gewesen, um Ausgaben zu reduzieren. Sieht dann immer Gut aus, wenn man zeigt, dass man irgendwelche Budgets eingehalten hat und man 4 Jahre später wiedergewählt werden möchte. Werden aber gerne von Kritikern angemeckert. Muss man wohl mit leben. Ist ja Immun.
Der Investor trimmt das Ganze auf Gewinn und fährt ordentlich Geld ein für sich! Damit das funktioniert wird auch an Ausgaben gespart und nur das nötigste Investiert!
Mitarbeiter stöhnen unter neuen, härteren Arbeitsbedingungen. Es gab etliche Entlassungen und der Rest hat mehr Arbeit. Mehr Geld? Pustekuchen!
Bürger, die auf das Ganze angewiesen sind, haben Möglicherweise ganz zu Beginn der Privatisierung kurzen, positiven Ausgabeneinbruch, aber dann steigen die Preise und die Qualität verschlechtert sich!
Insgesamt also ein Gewinner (Investor), vielleicht einen halben Gewinner (Staat) und zwei Verlierer (Bürger/Mitarbeiter). Insgesamt also so für mich als Bürger ein ziemliches Verlustgeschäft im Gesamten!

Wie gesagt kann man hier jetzt vielleicht einiges über den Kamm scheren und vielleicht gibt es auch mehr positive Effekte und man hört nur von den Negativen Geschehnissen. Gerade im Wasserversorgungsbereich gibt es da einige Horrormeldungen! Die Positiven gibt es wohl auch, aber ist es diese "Gratwanderung" wert?
Letztlich möchte ich das nicht beantworten. Privatisierungen können es wohl mal wert sein. Aber ich würde da einige "spezielle Funktionen" einbauen wollen, wenn es zu Privatisierungen kommen sollen muss!

1. Erwähnte Privatisierung aus Stärkeposition anstreben. Entsprechend kein Verkaufpreis als "Race to the Bottom". Der Preis sollte nicht nur einbeziehen, was es ist, sondern sich erhöhen, wenn sehr viele Bürger davon betroffen sind. z.B. bei diesen Wasserversorgern nicht "nur" die Rohre, Gebäude, etc.pp sondern auch: Wie viele Bürger sind hier davon abhängig? Je mehr Bürger es betrifft, desto höher der Preis!
2. Transparenz. Soll heißen: Es gibt keine Geheimverträge! Ist die "Öffentliche Hand" involviert dürfen Verträge nicht einer Geheimhaltungsvereinbarung unterliegen! Punkt! Wenn ein Investor das nicht will, ist dieser halt raus! Öffentliche Aufträge und Eigentum ist gefragt, es wird sich schon wer breitschlagen, dass zu erlauben!
3. Keine Gewinnvereinbarung! Hört man recht oft bei Privatisierungen, dass Gewinne garantiert werden und entsprechend der Staat möglicherweise selbst nach der Privatisierung Geld nachschiessen muss. Warum es soetwas überhaupt gibt, kann mir niemand erklären! Das ist doch eigentlich die Idee eines privaten Unternehmens, dass die schauen müssen, dass sie über die Runden kommen mit dem was sie machen! Und nicht ohne jede Anstrengung ihren Gewinn einheimsen! Völliger Blödsinn!

Mit diesen drei Punkten hätte ich erstmal so direkt gar nichts gegen Privatisierungen! Also lieber Staat! Es ist an euch, das umzusetzen!

Und an alle Leser: Schaut die Nachrichten und mal gucken, wer so alles über die aktuelle Privatisierungen berichtet und ob die Kritiker wirklich Zeit bekommen, ihre Bedenken anzumelden! ... oder einfach im Nebensatz erwähnt werden!
(0 Comments)

Artikel Zusammenfassungen 28.03.2017 13:31 Uhr   #210
Ich habe ja hier eine Unterseite für - meiner Meinung nach - interessante Artikel. Man sieht die letzten 3 auch immer oben Rechts.

Nun bin ich in letzter Zeit über etliche interessante PDFs gestolpert! Und im Prinzip könnte ich die genauso verlinken - hab ja auch schon Youtubevideos verlinkt - aber ein Nachteil hat das: Auch wenn viele sagen "Das Internet vergisst nichts", Webseiten können geschlossen werden, Artikel verschwinden etc. Doch meistens kann man in solchen Fällen noch eine Wayback-Machine (z.B diese) nutzen und kommt an verschwundene Artikel ran. Bei PDFs sieht das allerdings nicht so aus! Wenn weg, dann weg!
Deshalb habe ich hier mal eine Runde von PDFs gesammelt, mir heruntergeladen und biete sie hier auf meiner Homepage als Spiegelung an. So sind sie zumindest doppelt gesichert.
Zudem gibt mir das die Chance in Form eines Newseintrags etwas mehr als nur Stichworte zu den PDFs zu verfassen. Was ich also nun tue! Unter mehr findet ihr die Links und Beschreibungen. Etwas Achtung muss ich geben, denn so einige dieser Texte sind LANG! Habe natürlich auch schon viele lange Texte verlinkt, aber hier ist manchmal echt etwas Zeit von Nöten. Die größte Datei hat 39 Seiten! Also nichts für 5min zwischendurch! Trotzdem viel Spaß!
mehr (0 Comments)

NESmania kommt zu einem Ende! 10.03.2017 08:31 Uhr   #209
Ich habe hier ja schon desöfteren über Speedgaming berichtet. Heute wollte ich mal "kurz" (wie man mich halt so kennt :P) über einen ganz besonderen Speedrun berichten, der vor einigen Tagen passiert ist.

Und zwar hat der - in Speedrunnerzirkeln - bekannte Spieler TheMexicanRunner (oder auch mit seinem Kürzel TMR bekannt) einen neuen Rekord geschafft! Nach 3435 Stunden, 12 Minuten und 24 Sekunden hat er den Speedrun von NESMania beendet!

Ihr reibt euch vielleicht ungläubig die Augen über diese Stundenanzahl und was überhaupt "NESMania" ist. Denn ich habe ein wenig "getrickst", ich rede von "einem" Speedrun, aber es waren eigentlich 714!
TMR hat nämlich in seinem Projekt NESMania sämtliche 714(!) Spiele, die offiziell (also keine Bootlegs, Illegales, Unlizensiert, ...) für die Nintendo Entertainment System/Famicom Konsole veröffentlichten Spiele durchgespielt! Die Reihenfolge hat er von seinen Zuschauern vorgeben lassen (außer das letzte Spiel, Super Mario Bros. 3) und erst im laufe seines "Runs" hat er überhaupt angefangen mehr als nur die Handbücher zu den Spielen zu lesen und eher "Trial & Error" die Spiele durchzuspielen. Dabei hat er fast nur die Originale benutzt und nur in Ausnahmefällen einen Emulator, falls er nicht an das Original heran kam. Er hat übrigens wohl eine der "völlständigsten" NES-Spielesammlungen überhaupt auf der Welt (hier kann man seine Sammlung und die paar fehlenden Spiele (10k$ für ein Spiel? Ehrlich???) einsehen). Dazu gehören auch etliche "Extras", die manche Spiele hatten. Wie Pistolen/Zapper, "Spielmatten", etc.

Insgesamt: Wer ein wenig Zeit mitbringt sollte auf jeden Fall das große Finale (mit vielen "Überraschungen" danach) anschauen!
Etliche Nicht-Spieler werden sich natürlich fragen, was der ganze Blödsinn soll, aber mir egal! Ich finde es eine absolut beeindruckende Leistung! Und TMR ist halt auch einfach ne Megasympathische Person! :)
Lest euch also die Links durch, schaut seine Videos und Stream und werdet (verzögerte) Zeugen eines legendären Geschehens!
(0 Comments)

Erkenntnisse, Vorschläge, Aufrufe! 22.02.2017 08:17 Uhr   #208
Ich habe ja das Kickstarterprojekt für den Film The Red Pill unterstützt. Der Film ist ja bald zu haben (ich habe ihn natürlich voraus sehen können) und da wollte ich mal was darüber reden.

Wobei es mir nicht um den Film ansich geht, sondern um das "große Ganze". Denn der Film ist in zwei "Teile" geteilt. Der eine sind die Interviews, die die Haupt"darstellerin" (und Produzentin des Films) Cassie Jaye mit Männerrechtlern und FeministInnen führt. Der andere Teil sind die "Videotagebücher" und ihre "Selbstrefelektion" über das, was sie in diesen Interviews erfährt und wie sie damit umgeht. Wenn euch interessiert, was da passiert, dann kauft euch den Film (oder besucht mich mal, dann zeig ich ihn euch vielleicht :P). Will da gar nicht genauer auf Inhalte eingehen. Sondern wie gesagt um etwas, was ich eigentlich gerade beschrieben habe. Denn Cassie Jaye hat hier etwas gemacht, dass in Zeiten des Trumps immer wieder erwähnt wird (u.a. Jonothan Pie in seinem viral gegangenem "Rant"), aber ignoriert wird!

Die Interviews sind natürlich geschnitten und man bekommt nur hin und wieder mit, dass Cassie eine Frage stellt. Aber ansonsten sitzt sie da und hört einfach mal zu! Und das ist der vielleicht für manche verwirrende Punkt, den ich hier hervorheben möchte! Aber er ist wichtig! Denn genau das ist, weshalb Cassie am Ende des Films zu ihrer inzwischen viel zitierten (deshalb nur halber Spoiler hier) Aussage bringt, dass sie sich nicht mehr als Feministin sieht!
Sie hat der "anderen Seite" zugehört und festgestellt: Die haben mit dem, was sie sagen, recht! Da gibt es Unstimmigkeiten mit meinem aktuellen Weltbild und wie ich mir das vorgestellt habe! Ob jetzt 100% oder "nur" teilweise ist hier egal. Wenn richtige Dinge gesagt werden, muss man das ernst nehmen. Leider werden ja gerne Männerrechtler einfach so in die Rechtsradikale Ecke gestellt und alles, was sie sagen ignoriert. Doch hier hat mal jemand - möglicherweise mit Luftanhalten und Selbstbeherrschung - es gewagt das genauer zu untersuchen und musste die "alte" Erkenntnis finden, das möglicherweise ein "Blindes Huhn auch mal ein Korn findet"! Und man sich selber das eingestehen muss!

Bei fefe läuft genau das gerne mal unter "Medienkompetenzübung". Sich bewusst den Meinungen und Argumenten mit dem Gegner auseinandersetzen. Deshalb erwähnt er auch immer wieder, dass es ihm egal ist, "wen" er so verlinkt, denn nur weil dann Leute kommen und behaupten, dass diese "Quelle" nur Blödsinn verteilen ... kann ja doch sein, dass mit dem, was sie beschreiben Recht haben! Gerade dann sollte man sich das genauer ansehen! Denn die "andere Seite" kann auch mal richtig liegen.
Ich erwähne da immer alte Geschichten, von denen ich irgendwo gelesen habe: Die NPD war ja früher in ein paar Ostdeutschen Landesparlamenten. Und das geht ja natürlich nun so gar nicht, weshalb sämtliche anderen Parteien diese ausgegrenzt (oh die Ironie) haben. Egal was die so in die Debatte eingebracht haben, es wurde abgeschmettert. Doch, wie schon erwähnt, hat Kassandra halt doch hin und wieder die Wahrheit erzählt und so kam es, dass die NPD doch hin und wieder einen vernünftigen Antrag eingebracht hat. Doch da er von der NPD kam, wurde er abgelehnt ... und 2 Wochen später von (z.B.) der SPD mit einer etwas anderen Formulierung neu eingebracht. Plötzlich fanden den die Parteien gut und wurde zugestimmt (die NPD hat sich da meistens dann enthalten). Was soll der Blödsinn?
Ja, "jemand" kann mit seinen Taten und Aussagen sich übel ins Abseits bewegen. Doch, wie man durch Fußball weiß, kann man die Abseitsstellung auch wieder verlassen. Und dann muss man das halt hinnehmen, dass der Schiedsrichter nicht die Fahne hebt, sondern ein Tor fällt. Da darf gerne ganz genau hingeschaut und ein Videobeweis gefordert werden, aber wenn es kein Abseits war, dann war es kein Abseits. Da kann man noch so sehr gegen die andere Mannschaft sein. Natürlich kann es passieren, dass die Leute danach wieder "glorreich" zurück ins Abseits laufen, aber das hat nichts mit der aktuellen Situation zu tun.

In ähnlicher Richtung zielt ja auch aktuell diese Debatte um "Fake-News". Da draußen gibt es bestimmt sehr viel Blödsinn. Aber nur wenn etwa Beispielhaft bei Breitbart steht, heißt nicht, dass das auch falsch ist! Auch diese können richtige, wahre Nachrichten bringen! Ob das einem gefällt, nicht einfach alles als "FAKE" tituilieren zu können, ist was anderes!
Was mich jetzt in die USA und zum erwähnten Trump führt. Denn der "Schock", dass er gewählt wurde, beruht ja gerade darauf: Er hat zumindest behauptet, den "kleinen", armen Bürgern in der USA zugehört und verstanden zu haben, was sie wollen. Und entsprechend haben ihn sehr viele aus der "Unterschicht" gewählt; denen war egal, ob mit Hillary mehr Frauen bei Silicon Valley Firmen anfangen, weil die lieber schauen, dass Essen für die Familie auf den Tisch kommt und Angst haben, das ihr Job nach Inden geoutsourced wird! Das sind völlig andere Thematiken, die diese Personen als Probleme haben. Das heißt nicht, dass andere Leute keine Probleme haben. Aber wenn man Leuten sagt, dass ihre Probleme irrelevant sind ... wieso sollten diese dann für einen stimmen? (oder in diesem Falle: Schön, dass sich Hillary für Minderheiten einsetzt... aber wie soll man eine Wahl gewinnen, in der es um MEHRheiten geht, indem man nur MINDERheiten hinter sich versammelt?)

So ist es auch (in meinem üblichen hin und her gespringe) zwischen Feminismus und Männerrechtlern. JA, Frauen haben Probleme! Aber Männer auch! Das sind völlig andere Probleme, aber die sind ernst und echt und gehören angegangen! Und nicht mit "mimimi" verachtet oder "ja, wenn wir in 6 Jahren mal 5min Zeit haben schauen wir danach" abgetan werden! Das funktioniert nicht!

Ich bin ja Programmierer. Und wohl jeder Programmierer (der halbwegs was taugt) wird wohl zugeben, dass eigentlich alle Probleme, die er/sie in der Programmierung lösen muss, auf sehr vielen Wegen angegangen werden können. Da überlegt man fleißig, wie man etwas machen will und muss sich dann entscheiden. Im Standardfalle bringt das auch die Lösung. Doch recht oft kommt dann im laufe der Entwicklung irgendwas auf, was man nicht beachtet hat und stellt fest "Oh mist, hätte ich das so und so gemacht, könnte ich das jetzt einfacher lösen ... jetzt muss ich das irgendwie mit rein frickeln ... (weil von vorne anfangen hat man keine Zeit)".
Ich spreche auch oft mit Kollegen Problemlösungen durch, um eine andere Perspektive zu erhalten. Da wird dann doch hin und wieder das tolle Konstrukt, dass man im Kopf hatte, zusammengeworfen und durch ein neues ersetzt.

Und genau dazu möchte ich allgemein in den Zeiten von verrückten Feministen, Trumps, Fake-News, ... aufrufen:

Geht aus euch und eurer Filterbubble raus! Sprecht mit anderen Leuten! Hört diesen zu und steckt nicht eure Finger in die Ohren, wenn diese etwas sagen! Schaut über den Tellerrand! Prüft die Aussagen der anderen Seite! Kann hier irgendwas mein Weltbild umstülpen? Und wenn ja: Muss das etwas schlechtes sein?

Und vielleicht können wir damit alle einfach etwas bessere Menschen sein oder werden!
(0 Comments)

Lemmy Kilmister Memorial Konzert im Jukuz 10.01.2017 21:28 Uhr   #207
Nach längerer Zeit war ich endlich mal wieder auf nem Konzert! Und zwar wurde hier in Aschaffenburg ein Lemmy Kilmister Erinnerungskonzert. Entsprechend waren auch zwei Motörhead Coverbands zugegen. Zudem mit Rocky Lewis auch die Band vom Besitzer der lokalen, weitbekannten Whiskybar. ... Und irgendwie plötzlich - stand nicht auf dem Eintrittsticket - eine Band Namens "Confederate Irish Brigade".
Und natürlich habe ich mal wieder Bilder gemacht. Wollte aber auch mal wieder bisle Text verfassen und haue noch einen Bericht raus! Viel Spaß damit unter weiter.
mehr (0 Comments)

Was bisher passiert ist... 06.12.2016 18:32 Uhr   #206
... schreibe ich jetzt nicht.
So viel, wo man sinnfrei Worte verlieren könnte. Daher lassen wir das einfach und machen mal was anderes, sehr Kurzes! Ein Aufruf, so zur Weihnachtszeit, hauptsächlich an die Verwandschaft:

SCHENKT MIR BÜCHER!!!
ICH HAB NIX MEHR ZU LESEN!!!


Und nein, ich bin nicht süchtig... *kribbel*
(0 Comments)

Nicht wirkliche Aufschreie 26.10.2016 18:03 Uhr   #205
Ich habe hier schon länger nichts mehr geschrieben. Also wird es mal wieder Zeit! Und da meine Mutter sich da immer freut, schreibe ich doch mal wieder was über Feminismus!
Wobei, nicht direkt Feminismus, sondern so dran angelehnt oder so... werdet ihr schon rausfinden

Auf jeden Fall geht gerade durch den Onlineblätterwald und vor allem der Schweiz der sogenannte "Schweizer Aufschrei". Soll natürlich Anspielung sein auf den alten (Anfang 2013) "Aufschrei" bei uns. Mit ein zentraler Artikel dazu kam im Schweizer Tagesanzeiger mit dem "super" Titel "Hört auf zu flennen, ihr Mennen!". Außeinander genommen wurde dieser Beitrag schon recht ausführlich z.B. hier. Einen Paragraphen im Artikel, der aber dort nicht angesprochen wird, wollte ich mir aber mal herausgreifen. Und zwar beschreibt die Autorin da einen "Selbstversuch" und ich zitiere hier mal kurz den Absatz:

Um zu prüfen, wie Schweizer Frauen von Sexismus betroffen sind, schlage ich folgendes Experiment vor. Sammeln Sie eine beliebige Menge von Personen um sich, zum Beispiel alle, die in Ihrem Büro oder Ihrem Bürogebäude arbeiten. Trennen Sie sie nach Geschlechtern. Fragen sie die Männer, wer schon einmal in sexueller Absicht begrabscht und beschimpft wurde, und zwar so, dass er Angst hatte. Wer schon mal auf dem Nachhauseweg von einem schmierigen Typen verfolgt, ungefragt mit Penisbildern beglückt wurde oder beim Masturbieren zuschauen musste. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Mann, der die Hand heben würde. Bei den Frauen wird es jede sein. Jede hat viele solche Geschichten, jede kennt eine, die einen sexuellen Übergriff erlebt hat. JEDE.

Also ich könnte jetzt anfangen und Teile dieser "Beispiele" ausseinandernehmen.
Wie z.B. die Frage, was denn "in sexueller Absicht beschimpft" werden ist? "Du dumme Hure!" oder wovon reden wir? Könnten sich kurz die Männer melden, die schonmal als "scheiss Schwuchtel" beschimpft wurden? Oder ist das Hashtag "killallmen" auf Twitter sexualisiert oder einfach nur schlimm?
Oder Ich könnte mich fragen, auf was für Plattformen sich die Dame herumtreibt, wenn sie andauernd Penisbilder bekommt? Denn war nicht einer der Punkte in der aktuellen "No Hate Speech" Kampagne, dass z.B. Facebook irgendwelche Einträge mit "Menschenverachtenden Ansichten" nicht (oder nur sehr langsam) löscht, aber Bilder, wo man den Nippel einer Frau sieht, sofort entfernt werden? Und auf solchen Plattformen sollen so einfach Penisbilder durchkommen und man könne sich nicht dagegen wehren?
Aber wir ignorieren das alles mal. Denn wir sind mal Objektiv und alles, was sie hier beschreibt sind schon ganz ernste Sachen! ... was eigentlich gerade der Punkt ist! Meistens sind die größten Aufreger, die so geshitstormed werden absolute Nichtigkeiten!
Wie war das? Man landet eine Sonde auf einem Kometen 500 Millionen km weg auf von der Erde ... und trotzdem wird nur über das "falsche Hemd" eines Wissenschaftlers geredet!? Das Hemd wurde ihm ürigends von einer FreundIN(!) geschenkt! Die war auch "not amused" darüber, dass es so einen Aufstand gab.
Oder die Geschichte vom Nobelpreisträger(!) Tim Hunt, der auf einem Abendessen einen möglicherweise unpassenden Scherz gemacht hat und nicht mal weitere Nobelpreisträger können es verhindern, dass ihm der Rückzug aus dem Professorendasein nahegelegt wird. Na, hat er immerhin jetzt mehr zeit für seine Frau, die auch Wissenschaftlerin ist...
Oder gehen wir doch zum Anfang. Der "Grund" für diesen "Schweizer Aufschrei" war eine Aussage einer PolitikerIN(!), die ging so:

Naive Frauen, die fremde Männer nach dem Ausgang mit nach Hause nehmen und dann ein bisschen mitmachen, aber plötzlich dennoch nicht wollen, tragen ja auch ein wenig eine Mitschuld. Da sind die bedingten Strafen vielleicht gerechtfertigt.

Und der "Ursprungsaufschrei" war ja bekanntlich der Kommentar von Rainer Brüderle zu einer Jornalistin und irgendwie zum Oktoberfest:

Sie können ein Dirndl auch ausfüllen.

Ernsthaft? ERNSTHAFT? SOWAS wird mit gleichgestellt mit Männern, die vor Frauen ihr bestes Stück auspacken und anfangen sich selbst zu befriedigen!? Das ist lächerlich!
Selbst diese zwei Aussagen nebeneinander gestellt muss man wohl sagen, dass die Schweizer Variante etwas "heftiger" ist. Obwohl das "Original" viel mehr Aufmerksamkeit erhalten hat (ob berechtigt oder nicht, kann man sich streiten (sorry, Artikel gibt es nicht mehr ohne Waybackmachine)). Aber auch hier gibt es einen Punkt. Wenn eine Frau einen Kerl mit nach Hause nimmt und dann eins zum anderen führt und am nächsten Morgen der Mann doch nicht mehr so niedlich Aussieht, wie im dunklen Licht und nach zwei Bier am Abend zu vor, muss man sich halt mal Gedanken machen, ob man das wirklich als "Vergewaltigung" anzeigen will oder nicht und wenn dann tatsächlich eine Verurteilung kommt, diese halt sehr "milde" ausfällt ("milde" in Anführungszeichen, jemand der Vergewaltigung anklagen vernichtet Existenzen!)
Das ist übrigens in beiden Fällen ein guter Punkt: "Aussehen"! Vor allem Rainer Brüderle wurde im Nachhinein sehr gerne als "Alter Sack" bezeichnet! Ist das schon ageism und sollte doch von Feministen gebrandmarkt werden? Und wenn nicht Rainer Brüderle, sondern ein sportlich, schlanker "Jungpolitiker" mit Mitte 20 (Jahre alt) das gesagt hätte, es gar keinen "Aufschrei" gegeben hätte, sondern eher nen Date auf dem Oktoberfest?! Da wäre im obigen Beispiel auch der "schmierige Typ" zu nennen!
Aber das gleiche "über-den-Kamm-scheren" Schema hatten wir doch auch schon bei diesem "Aufschrei", als die Studie veröffentlicht wurde, dass so viele Frauen Gewalt erleben. Abgesehen davon, dass nur Frauen befragt wurden und kein einziger Mann ... die Bandbreite von "Gewalt" war auch "alles" von einer echten Vergewaltigung, bis hin zu "geschubst"! Beispiele dazu gibt es hier, z.B.:

Wurde die Frau "unerwünscht berührt" - hat sie "unangemessene Einladungen zu einem Rendezvous" erhalten - sich durch Kommentare zu ihrem Aussehen oder durch Witze "angegriffen/beleidigt" gefühlt - oder hat sich jemand vor ihr "unsittlich (.) entblößt"? (30) Dann ist sie Opfer sexueller Belästigung.

Das alles möchte man auf der gleichen Stufe vergleichen? Das ist das berühmte "Mücke zum Elefanten machen!" und auch den "Bärendienst" sollte man erwähnen! Und kommt jetzt nicht von wegen "Man muss das da schon anfangen, weil..." nein, muss man nicht! Schaut mal z.B. in unser Gesetzbücher. Es gibt da die Tat "Körperverletzung" und "schwere Körperverletzung". Einfach weil es ein verdammter unterschied ist, wenn jemandem ein Blaues Auge gehauen wurde oder man mit ner Eisenstange auf jemanden losgeht und beide Beine damit bricht! Und man mag mich berichtigen, aber glaube (oder man muss ja schon fast "hoffen" sagen) es wurde noch nie jemand wegen Körperverletzung verurteilt, weil er jemand anderes mit einer Hand etwas geschubst hat und die andere Person mal nen Schritt vorwärts machen musste. Deshalb eben sollten wir gar nicht erst anfangen in dem "sexuellen Bereich" auch alles aufzuweichen. Denn ansonsten geht jegliche "Kommunikation" zwischen den Geschlechtern den Bach runter.
Das wäre auch einen Punkt zu einem Großteil der Beispiele, vor allem die "Lächerlichen": Das sind im Prinzip alles "Anmachen"! Die sind manchmal unpassend, umgeschickt, ekelig, möglicherweise bis hin zu gewaltätig und strafgesetzwürdig ... etc. aber es geht um die Anbahnung einer "Beziehung". Und das hier halt wohl Frauen öfters "Opfer" sind, als Männer - wir sind jetzt endlich wieder im Artikel und diesen Beispielen - ist halt, dass wir Männer das MÜSSEN! Was ich meine ist: Trotz aller Gleichberechtigung und "starken Frauen" usw. ist es immernoch die Aufgabe der Männer, den "ersten Schritt" zu machen! Nehmt doch mal diese "Referenzgruppe" aus dem Büro und stellt den Frauen die Frage:
Ihr seht in der Bar einen hübschen, netten Typen stehen, den ihr euch auf der Bettkante (oder von mir aus erstmal in anderen "romantischen Zuständen") vorstellen könnt. Geht ihr hin und sprecht ihn an?
Vielleicht gibt es die ein oder andere Frau, die die Hand heben würde (pun für das Originalzitat intended). Aber im Normalfall wird höchstens mal in die Richtung gelächelt und gehofft, dass der Mann einen bemerkt und dann zu ihr rüberkommt. Das ist im übrigen vielleicht der Gegenpart zu dem auch gerne erwähnten "komischen Typen, der einen anstarrt". Vielleicht überlegt er noch, ob er überhaupt den Mut aufbringt, rüber zu gehen und sie anzusprechen oder hofft, dass sie zurückblickt und lächelt, als Zeichen, dass er überhaupt erwünscht ist im Ansprechen; denn wir haben ja gerade gelernt: eine "unangemessene Einladungen zu einem Rendezvous" ist sexuelle Belästigung. Mal völlig abgesehen davon, dass wohl jeder Mann von genug Körben und möglicherweise herabsetzende Ablehnungen berichten kann (womit wir wieder bei den Beispielen sind). Wie wäre es denn mal diesen "Anbagger-Gap" zu schliessen, liebe Frauen? Wenn ihr einen Mann seht, den ihr attraktiv findet, dann geht hin, sagt es ihm und fragt nach einem Date! Aufgrund der aktuellen Verhältnisse kann ich euch auch immerhin versprechen, dass eure Chancen DEUTLICH höher liegen, als mit umgekehrten Geschlechtsvorzeichen! Aber wenn ihr dann doch abblitzt, eröffnet bitte nicht einen neuen Twitterhashtag, ok!? Danke!
(0 Comments)

Wer ist ein "Gamer"? 05.09.2016 11:44 Uhr   #204
Wenn mich genau jetzt jemand fragen würde, ob ich ein Gamer bin, würde ich wohl mit "Ja" antworten. Allerdings frage ich mich in letzter Zeit, mit wieviel "Inbrunst" ich das tun würde und ob die Aussage überhaupt stimmt!

Also ja, natürlich, ich habe all die "Vorgeschichte" für einen Gamer:
Habe klassisch mit dem guten, alten, klobigen, grauen Gameboy angefangen. Habe entsprechend auch Tage und Wochen damit verbracht mir Tetrisse (was ist denn der korrekte Plural von Tetris??) zu basteln, um das lustige Orchester hören zu dürfen! Habe natürlich auch alle möglichen anderen Spiele dann gespielt.
"Schnell" wurde dann auch der Bildschirm zu klein und ich stieg auf eine Konsole, natürlich das SNES um. bzw. war das parallel. Hin und wieder habe ich noch Gameboy gespielt, mir auch den Gameboy Color zugelegt etc. Hier kam ich mit Rollenspielen in Berührung und natürlich musste entsprechend dann der Umstieg zur Playstation erfolgen, um mir Final Fantasy 7 zulegen zu können!
Die Playstation begleitete mich etliche Jahre und viele Spielstunden. Doch als dann die Playstation 2 schien, machte ich den Umstieg nicht mit. Keine Zeit, keine Lust und so langsam habe ich festgestellt, dass im Fernsehen ansich nichts kommt, was den Besitz eines Fernsehers berechtigt (außer halt eine Konsole anzuschließen). Besitze auch heute keinen Fernseher!

Aber das war ja jetzt nicht das Ende des Gamers! Ich habe einfach den Wechsel zur PC Gaming Masterrace unternommen! Also am PC hab ich auch damals schon laaange gespielt, aber jetzt nahm das richtig Fahrt auf. Vor allem, dass ich mich jetzt nicht (nur) an "Offline-Spielen" entzückt habe, sondern ich warf mich - vor allem mit Starcraft - auch in Multiplayerschlachten. Hauptsächlich ging es mir nur darum, meine Kumpel auf irgendwelchen, privaten LAN-Parties fertig zu machen :P aber trainierte da gerne mal Online für!
Im Prinzip war hier bereits eine "Zäsur" zu finden. Zur Frage aus meinem Topic komme ich noch zurück, aber hier war dann wohl der Wechsel von "casual" zu "hardcore" Gamer, wie es so schön heißt, zu finden. Denn spätestens mit Warcraft 3 startete ich ja auch wirklich in den eSport, mit dem Höhepunkt im Jahre 2002 mich mit den besten Deutschen beim WCG Nation Final zu messen! War ich also davor schon ein Gamer oder erst jetzt so wirklich?
Aber schauen wir weiter. Von Warcraft angestachelt und auch schon ein paar andere MMORPGs ausprobiert, zog es mich - wie so viele Leute - in die Welt von Azeroth und WoW. Doch hier blieb ich nur etwas über 1-2 Jahre *glaub* War zu nervig mit irgendwelchen Dummbatzen, die zu viel Zeit (aber keine Ahnung) hatten, zu spielen. Auch wenn es ansich eine schöne Zeit war!
Aber ab hier beginnt der "Abstieg". Oder zumindest ein Tiefpunkt. Und es hört sich vielleicht völlig bescheuert an, nachdem ich über Gameboy und Tetris vor über 20 Jahren geredet habe, aber ich weiss nicht, was ich so nach WoW gespielt habe... Einzig könnte es sein, dass ich mich wieder mit Warcraft 3 und Starcraft beschäftigt habe, um "fit" für die Veröffentlichung von Starcraft 2 zu sein. Allerdings liegen da ein paar Jährchen dazwischen. Aber gut, hab da auch angefangen zu Arbeiten, also ging das Spielpensum sowieso nach unten. Oh, und Tanzen begann ja auch mehr Zeit von mir zu fordern!
Auf jeden fall war ich hier wieder richtig drin und habe viele Abende mit der Kampagne verbracht und mich auch in viele Onlineschlachten gestürzt. Hier allerdings nicht mehr mit ganz so viel Engagement, wie zu WC3 Zeiten. Man ist ja inzwischen eben am Arbeiten! Keine Zeit wirklich gut zu werden! Aber "gut werden" ...!? Zu ähnlicher Zeit wurde ich auch tief in den Bereich des Speedgamings gezogen. Zwar eher von "außen" und am Zugucken - bin nicht 100% sicher, ob ich schon bei Classic Games Done Quick oder erst beim ersten Awesome Games Done Quick 2011 dabei war - aber immerhin. Es ist einfach faszinierend, wie Spiele, für die man Tage und Wochen gebraucht hat, kurz mal in 1-2h (oder weniger...) "vernichtet" werden. Nachdem ich Super Meat Boy als Speedrun gesehen habe, habe ich mich da auch reingestürzt. Meine Bestzeit für einen "any% glitchless" (so würde ich das mal bezeichnen) mit ca. 28min ist natürlich weit entfernt vom aktuellen Weltrekord (aktuell etwas unter 18 min), aber egal. Bin trotzdem besser als der Durchschnitts SuperMeatBoyspieler! Yeah!

Vielleicht dadurch begann ich aber mehr anderen Leuten beim Spielen zuzugucken, als selber zu spielen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Wie z.B. meine Hunderte von Stunden, die ich in Witcher 3 gesteckt habe. Aber bevor ich dazu kam, kam auch DotA2 in meine "Zuguck-Liste". Ähnlich, wie beim Speedgaming, bin ich hier fasziniert, was die Leute da an Können haben und wie sie zusammen spielen. Die unglaublichen Preisgelder machen es auch unglaublich Spannend, wer da Millionär wird :) Es ist tatsächlich so Standardmäßig meine Abendunterhaltung da Spiele im Livestream anzugucken.
Wie sieht die andere Seite, also die Spielerseite, aus? Mau! Erwähnte ja Witcher, da spiel(te) ich noch. Aber z.B. Starcraft 2. Da kam dieses Jahr die letzte Expansion raus. Habe ich mir natürlich gekauft ... das war es! Was ich meine - und das ist vielleicht "schockierend" - die Spielebox liegt hier im Regal. Ich glaube ich hatte sie schonmal offen... aber das Spiel auf dem PC installiert? Nein, nicht gemacht! Vielleicht komme ich mal dazu, wenn ich wieder Lust habe zu spielen. Ich beschäftige mich nur einfach seltener damit. Und das ist einfach aktuell mit vielen Spielen. Ich habe auch relativ viele Spiele auf Kickstarter unterstützt. Und während einige noch in der Beta sind - und ich nicht spiele - sind manche auch schon draußen, aber beschäftige mich nicht damit. Klingt irgendwie traurig... ich muss mal wieder mehr spielen!

Soviel also zur "Geschichte". Und nun!? Vielleicht hilft ja dieser Blogeintrag dabei, dass ich mich mal wieder aufraffe und "nerde" und den "Gamer" Titel wieder erhalte. Aber so direkt, bin ich wohl kein wirklicher Zocker mehr! :( Oder vielleicht ist die Perspektive einfach falsch. Ich erwähnte ja das "casual" und "hardcore". Und vielleicht war ich einfach zu lange ein "Hardcore-Gamer", so dass ich dieses "larifari-zocken" nicht wirklich als "Gamen" ansehe! Aber wie sieht es die "Welt"? Bin ich ein Gamer oder nicht? Oder brauchen wir nur noch mehr Abstufungen? Müssten wir in der anderen Richtung Leute wie z.B. Flash oder Kuroky überhaupt nicht mehr als "Gamer" bezeichnen? Sondern als "eSportler"!? Wer weiss...
(0 Comments)

Impressum